Vermischtes

Am 13.1.2018 wurde in New York der Wilhelm-Reich-Dokumentarfilm uraufgeführt, für den seit 2015 in Europa – inklusive Berlin – und in den USA Aufnahmen entstanden: Love, Work and Knowledge: The Life and Trials of Wilhelm Reich

Quelle: http://loveworkknowledge.com/

Erstmals wird hier der Versuch gemacht, Reichs Gesamtwerk in einem Film angemessen zu umreißen. Zu diesem Zweck wurden auch mehrere mit Reich befasste europäische Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen befragt: Helmut Dahmer, Karl Fallend, Elke Mühlleitner, Håvard Nilsen, Bernd Nitzschke und Andreas Peglau.
Aufführungen in Europa sind beabsichtigt. Im Frühjahr soll der Film als DVD erhältlich sein.
Hier finden sich weitere Details und ein 4-minütiger Trailer: http://loveworkknowledge.com/

Ende 2017 ist im Psychosozial-Verlag Reichs Buch Kinder der Zukunft erschienen – und damit erstmals in Deutsch erhältlich: https://www.psychosozial-verlag.de/2725

Kinder der Zukunft

Es wendet sich in einer verständlichen Sprache an alle, die sich für Kinder, Erziehung, Neurosenentstehung und -prohylaxe interessieren – oder einfach dafür, wie sie selbst und unsere Gesellschaft so geworden sind, wie sie sind. Für Amazon habe ich eine Rezension dazu verfasst, weitere werden folgen.

Im Juli 2017 erschien mein Buch: Rechtsruck im 21. Jahrhundert. Wilhelm Reichs Massenpsychologie des Faschismus als Erklärungsansatz (Nora-Verlag Berlin, 174 Seiten, 14,90 Euro). Es kann direkt beim Verlag bestellt werden oder bei amazon.de.

Hier ist es als kostenloses pdf-Dokument herunterzuladen:
Rechtsruck Zweite Auflage 3-11-17
Die Weiterleitung und Verbreitung dieses Textes zu nichtkommerziellen Zwecken ist ausdrücklich erwünscht.
Hier ist das Vorwort zu hören:

 

Im „Blättchen“ 8/2017 hat Wolfgang Brauer das Buch rezensiert: „Rechtsextremismus psychoanalytisch gesehen“. Manfred Lotze schreibt in „Ossietzky“ 17/2017, das Buch „stellt die zentralen Fragen, um lebensfeindliche von lebensbejahenden Einstellungen zu unterscheiden, letztlich um im Bemühen für Frieden nicht zu scheitern.“ In der „Melodie & Rhythmus“ 4/2017 hebt Susann Witt-Stahl unter anderem hervor, dass Reichs Erkenntnisse die Chance bieten, „den  subjektiven Faktor der Geschichte“ endlich angemessen zu würdigen. Kathrin Krüger-Mlaouhia zitiert in ihrer Rezension in der Sächsischen Zeitung vom 28.11.2017:

„Wenn man (Rechts)Extremismus als ‚Resultat fehlgeleiteter, pervertierter, ursprünglich jedoch gesunder Bedürfnisse und Motive‘ anerkennt, müsste man laut Peglau auch sehen, dass „die meisten erwachsenen Deutschen‘ in sich sowohl eine lebensfeindliche als auch eine lebensbejahende Position vereinen. ‚Die entscheidende Grenze verläuft auch hier nicht zwischen Parteien, sondern zwischen Persönlichkeitsanteilen.’“

 

——————————————————————————————————————————-

Über mich.

Ich bin 1957 in Berlin (Ost) geboren.

1981 schloss ich an der Humboldt-Universität das Studium der Klinischen Psychologie mit einem Diplom ab.

Ab 1985 war ich als Redakteur bei Jugendradio DT 64 u.a. für Lebenshilfesendungen zuständig.

Während der DDR-„Wende“ gründete ich mit über 500 interessierten DDR-Bürgerinnen und -Bürgern den Verein „ich-e.V.“ (zunächst „Gemeinschaft zur Förderung der Psychoanalyse“), den ich die nächsten Jahre leitete. Als verantwortlicher Redakteur von „ICH – die Psychozeitung“ schrieb ich zwischen 1990 und 1998 eine Vielzahl von Beiträgen, hielt Vorträge, leitete zeitweise eine Beratungsstelle.

2008 erhielt ich meine Approbation als tiefenpsychologischer und psychoanalytischer Therapeut, praktiziere seitdem in Berlin.

2013 wurde ich an der Berliner Charité zum Dr. rer. medic. promoviert mit einer Arbeit zum Thema „Unpolitische Wissenschaft? Wilhelm Reich und die Psychoanalyse im Nationalsozialismus“, die im selben Jahr im Psychosozial-Verlag Gießen als Buch erschien.

Insbesondere die Recherchen zu diesem Buch haben mich gezwungen, die Psychoanalyse kritischer zu sehen. Für unverzichtbar halte ich dennoch weiterhin die Aufarbeitung individueller Lebensgeschichte, das Bewusstmachen von Unbewusstem, auch – aber nicht nur – in therapeutischer Form.

Sigmund Freud hat 1917 definiert, die Psychoanalyse lasse sich »auf Kulturgeschichte, Religionswissenschaft und Mythologie ebenso anwenden […] wie auf die Neurosenlehre«, sie »beabsichtigt und leistet nichts anderes, als die Aufdeckung des Unbewussten im Seelenleben«. Psychoanalyse ist also weit mehr als eine Therapiemethode.

Aber es gibt auch keine isolierten seelischen Vorgänge. Sie sind verknüpft mit sozialen, kulturellen, ökonomischen, politischen und ökologischen Prozessen.

Die nicht zuletzt globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts werden sich deshalb nur konstruktiv bewältigen lassen, wenn wir auch den psychischen Aspekten – endlich – die angemessene Aufmerksamkeit widmen.

Dazu einen Beitrag zu leisten, bemühe ich mich seit langem. Auf dieser Webseite habe ich einiges von dem, was dabei herausgekommen ist und mir mitteilenswert erscheint, zusammengestellt. Gelegentlich werde ich es ergänzen.

Andreas Peglau

PS 1: Für Rückmeldungen, gern auch kritische, steht die Email-Adresse
info@andreas-peglau-psychoanalyse.de zur Verfügung.

PS 2: Diese Webseite steht in enger Beziehung zu, überlappt bzw. ergänzt sich wechselseitig mit dieser Webseite: http://weltall-erde-ich.de/

WEI Titel

Homepage-Sicherheit