Über mich…

Ich bin 1957 in Berlin (Ost) geboren.

 

Ich war erst gerade erst 3 Monate alt, da starb in einem US-amerikanischen Gefängnis der „linke“ Psychoanalytiker, „Vater“ der Körperpsychotherapie und Lebensenergieforscher Wilhelm Reich.
60 Jahre zuvor, am 24. März 1897, war er in Galizien, einem östlichen Teil des damaligen  Österreich-Ungarn, zur Welt gekommen.
Das heißt auch: 2017 hat Wilhelm Reich seinen 120. Geburtstag. Und, am 3. November, seinen 60. Todestag.

Wie auch meine Beiträge über ihn auf dieser Webseite zeigen, hätte er es in mehrerer Hinsicht verdient, dass diesen beiden Daten weit mehr Aufmerksamkeit gezollt würde.

Ich werde mich im Lauf der nächsten Monate bemühen, auf verschiedene Weise auf ihn, sein Werk und dessen aktuelle Bedeutung hinzuweisen und dies an dieser Stelle mitteilen.

Zunächst: Am 15. Februar 2017 ist mein Buch „Unpolitische Wissenschaft? Wilhelm Reich und die Psychoanalyse im Nationalsozialismus“ beim Psychosozial-Verlag Gießen in 3., korrigierter und um 40 Seiten mit neuen (Be)Funden erweiterter Auflage erschienen.

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Die E-book-Fassung dieser erweiterten Auflage wird ebenfalls bald erhältlich sein.

Ein weiteres Buch, dessen Text bereits fertig gestellt ist, wird zur Veröffentlichung vorbereitet.
Sein (Arbeits-)Titel ist:

„Rechtsruck“ im 21. Jahrhundert. Wilhelm Reichs Massenpsychologie des Faschismus als Erklärungsansatz.

 

 

Und nun weiter mit meiner Kurzbiografie:

1981 schloss ich an der Humboldt-Universität das Studium der Klinischen Psychologie mit einem Diplom ab.

Ab 1985 war ich als Redakteur bei Jugendradio DT 64 u.a. für Lebenshilfesendungen zuständig.

Während der DDR-„Wende“ gründete ich mit über 500 interessierten DDR-Bürgerinnen und -Bürgern den Verein „ich-e.V.“ (zunächst „Gemeinschaft zur Förderung der Psychoanalyse“), den ich die nächsten Jahre leitete. Als verantwortlicher Redakteur von „ICH – die Psychozeitung“ schrieb ich zwischen 1990 und 1998 eine Vielzahl von Beiträgen, hielt Vorträge, leitete zeitweise eine Beratungsstelle.

2008 erhielt ich meine Approbation als tiefenpsychologischer und psychoanalytischer Therapeut, praktiziere seitdem in Berlin.

2013 wurde ich an der Berliner Charité zum Dr. rer. med. promoviert mit einer Arbeit zum Thema „Unpolitische Wissenschaft? Wilhelm Reich und die Psychoanalyse im Nationalsozialismus“, die im selben Jahr im Psychosozial-Verlag Gießen als Buch erschien.

Insbesondere die Recherchen zu diesem Buch haben mich gezwungen, die Psychoanalyse kritischer zu sehen. Für unverzichtbar halte ich dennoch weiterhin die Aufarbeitung individueller Lebensgeschichte, das Bewusstmachen von Unbewusstem, auch – aber nicht nur – in therapeutischer Form.

Sigmund Freud hat 1917 definiert, die Psychoanalyse lasse sich »auf Kulturgeschichte, Religionswissenschaft und Mythologie ebenso anwenden […] wie auf die Neurosenlehre«, sie »beabsichtigt und leistet nichts anderes, als die Aufdeckung des Unbewussten im Seelenleben«. Psychoanalyse ist also weit mehr als eine Therapiemethode.

Aber es gibt auch keine isolierten seelischen Vorgänge. Sie sind verknüpft mit sozialen, kulturellen, ökonomischen, politischen und ökologischen Prozessen.

Die nicht zuletzt globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts werden sich deshalb nur konstruktiv bewältigen lassen, wenn wir auch den psychischen Aspekten – endlich – die angemessene Aufmerksamkeit widmen.

Dazu einen Beitrag zu leisten, bemühe ich mich seit langem. Auf dieser Webseite habe ich einiges von dem, was dabei herausgekommen ist und mir mitteilenswert erscheint, zusammengestellt. Gelegentlich werde ich es ergänzen.

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Andreas Peglau, Oktober 2014

PS 1: Für Rückmeldungen, gern auch kritische, steht die Email-Adresse
info@andreas-peglau-psychoanalyse.de zur Verfügung.

PS 2: Diese Webseite steht in enger Beziehung zu, überlappt bzw. ergänzt sich wechselseitig mit dieser Webseite: http://weltall-erde-ich.de/

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