Vermischtes

Das geplante bayerische Psychiatriegesetz hat mich veranlasst, noch einmal an düstere Parallelentwicklungen im „Dritten Reich“ zu erinnern: „Unwertes Leben“ 2.0
Bayerns Psychiatriegesetz löst Erinnerungen aus an die NS-Euthanasie.
Weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/unwertes-leben-2-0

 

In der aktuellen Ausgabe von Sozial.Geschichte Online (Heft 22/ 2018) ist mein neuer Beitrag erschienen Vom Nicht-Veralten des „autoritären Charakters“. Wilhelm Reich, Erich Fromm und die Rechtsextremismusforschung.

 

Am 24. Mai 2018 findet in Wien, an der Sigmund-Freud-Privatuniversität die europäische Uraufführung des Wilhelm-Reich-Dokumentarfilms statt, für den seit 2015 in Europa – inklusive Berlin – und in den USA Aufnahmen entstanden: Love, Work and Knowledge: The Life and Trials of Wilhelm Reich

Quelle: http://loveworkknowledge.com/

Bei der Filmpremiere wird sowohl Regisseur Glenn Orkin anwesend sein als auch die für diesen Film interviewten Wissenschaftler Helmut Dahmer, Karl Fallend, Elke Mühlleitner, Håvard Nilsen, Bernd Nitzschke, Andreas Peglau und James Strick.  Hier finden sich mehr Informationen inklusive einer kostenlosen Anmeldemöglichkeit:
https://www.facebook.com/events/136931830492992/

Anlässlich der Filmpremiere wird Stefan Hampl, Kulturpsychologe und Vizerektor der Wiener Sigmund-Freud-Privatuniversität, eine Ausstellung über die Orte eröffnen, wo Reich seine Kindheit und Jugend verbrachte. Hampl hat dazu ein ungewöhnliches Projekt ins Netz gestellt:
https://www.wilhelmrei.ch/

Eingang zu Reichs Geburtsort Dobrzanica, heute in der Ukraine
(Foto: Stefan Hampl 2015)

 

Mein 2017 erschienenes Buch Rechtsruck im 21. Jahrhundert. Wilhelm Reichs Massenpsychologie des Faschismus als Erklärungsansatz (174 Seiten, 14,90 Euro) kann direkt beim Nora-Verlag bestellt werden oder bei amazon.de.

Hier ist es als kostenloses pdf-Dokument herunterzuladen:
Rechtsruck Zweite Auflage 3-11-17
Die Weiterleitung und Verbreitung dieses Textes zu nichtkommerziellen Zwecken ist ausdrücklich erwünscht.
Hier ist das Vorwort zu hören:

In seiner Rezension im „Blättchen“ 8/2017 bilanziert Wolfgang Brauer, dass die von Reich diagnostizierten destruktiven psychischen Konstellationen „erschreckenderweise (…)  immer noch (…) funktionieren“. Manfred Lotze schreibt in „Ossietzky“ 17/2017, das Buch „stellt die zentralen Fragen, um lebensfeindliche von lebensbejahenden Einstellungen zu unterscheiden, letztlich um im Bemühen für Frieden nicht zu scheitern.“ Kathrin Krüger-Mlaouhia zitiert in der Sächsischen Zeitung vom 28.11.2017: „Die entscheidende Grenze verläuft auch hier nicht zwischen Parteien, sondern zwischen Persönlichkeitsanteilen.“ In der „Melodie & Rhythmus“ 4/2017 hebt Susann Witt-Stahl hervor, dass Reichs Erkenntnisse die Chance bieten, „den  subjektiven Faktor der Geschichte“ endlich angemessen zu würdigen. Im IPPNW-Forum 152, S. 32, schreibt Günter Rexilius, „Peglau gelingt eine präzise Analyse gesellschaftlicher Dynamik, indem er über unser individuelles Dasein aufklärt“. Im Neuen Deutschland vom 16.3.2018 urteilt Werner Abel: „Peglau bietet etwas an, was der Marxismus dringend benötigt: eine Ergänzung um fundierte psychosoziale Konzepte.“

 

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Über mich.

Ich bin 1957 in Berlin (Ost) geboren.

1981 schloss ich an der Humboldt-Universität das Studium der Klinischen Psychologie mit einem Diplom ab.

Ab 1985 war ich als Redakteur bei Jugendradio DT 64 u.a. für Lebenshilfesendungen zuständig.

Während der DDR-„Wende“ gründete ich mit über 500 interessierten DDR-Bürgerinnen und -Bürgern den Verein „ich-e.V.“ (zunächst „Gemeinschaft zur Förderung der Psychoanalyse“), den ich die nächsten Jahre leitete. Als verantwortlicher Redakteur von „ICH – die Psychozeitung“ schrieb ich zwischen 1990 und 1998 eine Vielzahl von Beiträgen, hielt Vorträge, leitete zeitweise eine Beratungsstelle.

2008 erhielt ich meine Approbation als tiefenpsychologischer und psychoanalytischer Therapeut, praktiziere seitdem in Berlin.

2013 wurde ich an der Berliner Charité zum Dr. rer. medic. promoviert mit einer Arbeit zum Thema „Unpolitische Wissenschaft? Wilhelm Reich und die Psychoanalyse im Nationalsozialismus“, die im selben Jahr im Psychosozial-Verlag Gießen als Buch erschien.

Insbesondere die Recherchen zu diesem Buch haben mich gezwungen, die Psychoanalyse kritischer zu sehen. Für unverzichtbar halte ich dennoch weiterhin die Aufarbeitung individueller Lebensgeschichte, das Bewusstmachen von Unbewusstem, auch – aber nicht nur – in therapeutischer Form.

Sigmund Freud hat 1917 definiert, die Psychoanalyse lasse sich »auf Kulturgeschichte, Religionswissenschaft und Mythologie ebenso anwenden […] wie auf die Neurosenlehre«, sie »beabsichtigt und leistet nichts anderes, als die Aufdeckung des Unbewussten im Seelenleben«. Psychoanalyse ist also weit mehr als eine Therapiemethode.

Aber es gibt auch keine isolierten seelischen Vorgänge. Sie sind verknüpft mit sozialen, kulturellen, ökonomischen, politischen und ökologischen Prozessen.

Die nicht zuletzt globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts werden sich deshalb nur konstruktiv bewältigen lassen, wenn wir auch den psychischen Aspekten – endlich – die angemessene Aufmerksamkeit widmen.

Dazu einen Beitrag zu leisten, bemühe ich mich seit langem. Auf dieser Webseite habe ich einiges von dem, was dabei herausgekommen ist und mir mitteilenswert erscheint, zusammengestellt. Gelegentlich werde ich es ergänzen.

Andreas Peglau

PS 1: Für Rückmeldungen, gern auch kritische, steht die Email-Adresse
info@andreas-peglau-psychoanalyse.de zur Verfügung.

PS 2: Diese Webseite steht in enger Beziehung zu, überlappt bzw. ergänzt sich wechselseitig mit dieser Webseite: http://weltall-erde-ich.d