Archiv für den Monat: Oktober 2017

Rechtsruck in Deutschland. Psychosoziale Ursachen und Bewältigungsmöglichkeiten

6-teilige Artikelserie, basierend auf Auszügen aus meinem „Rechtsruck“-Buch, veröffentlicht ab 8. September 2017 bei rubikon.de)

Aktuelle Prognosen bescheinigen der AfD eine Quote von knapp zehn Prozent – mit der sie im September 2017 problemlos in den Bundestag einziehen würde. Aber ist diese Partei und ihre noch extremeren Konkurrentinnen das entscheidende Problem? Läge in Deutschland ohne AfD, NPD usw. keine bedrohliche „Rechts“-Lastigkeit vor? Wie verbreitet sind „rechte“ Einstellungen, wie entstehen sie und was fördert ihre Verbreitung? Fanden und finden sie, wie oft zu lesen, hauptsächlich im östlichen Landesteil einen günstigen Nährboden? Was ist die psychosoziale Grundlage des aktuellen „Rechtsrucks“ – und: Wie kann verhindert werden, dass wir erneut in faschistoide Verhältnisse abrutschen?
Der Psychoanalytiker Andreas Peglau entdeckt bei seinem Berufskollegen Wilhelm Reich Anknüpfungspunkte, um in einer sechsteiligen Beitragsserie ebenso unübliche wie brisante Antworten auf diese Fragen zu geben.

Zu den Beiträgen:

https://www.rubikon.news/artikel/rechtsruck-in-deutschland-1-6

https://www.rubikon.news/artikel/rechtsruck-in-deutschland-2-6

https://www.rubikon.news/artikel/rechtsruck-in-deutschland-3-6

https://www.rubikon.news/artikel/rechtsruck-in-deutschland-4-6

https://www.rubikon.news/artikel/rechtsruck-in-deutschland-5-6

 

 

Revolutionärer Sozialdemokrat und Kommunist. Zur Rolle des Psychoanalytikers Wilhelm Reich in der österreichischen „Linken“ zwischen 1925 und 1930

Sozial.Geschichte Online, Heft 21/2017. Aus dem Editorial:

Ausgabe 21 beschäftigt sich mit unterschiedlichen Themen der jüngeren bis aktuellen Ideen-, Bewegungs- und Sozialgeschichte. So setzt sich Andreas Peglau in seinem Forschungsbeitrag Revolutionärer Sozialdemokrat und Kommunist. Zur Rolle des Psychoanalytikers Wilhelm Reich in der österreichischen „Linken“ zwischen 1925 und 1930 mit dem bislang unterbelichteten politischen Engagement des Psychoanalytikers auseinander. Im Mittelpunkt stehen dabei neue Erkenntnisse über seine Rolle als revolutionärer Sozialdemokrat und parteigebundener Kommunist in seinen Bemühungen um die Herstellung einer Einheitsfront zwischen der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei sowie der Kommunistischen Partei Österreichs vor dem Hintergrund des aufziehenden Faschismus. Aufgrund seines antifaschistischen Einsatzes wurde der vormalige Freud-Schüler von der eher auf Kollaboration bedachten Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung ausgeschlossen. Später wurde Reich dann – unter anderem aufgrund seines angeblich konterrevolutionären Buches Massenpsychologie des Faschismus – auch aus den kommunistischen Organisationen ausgeschlossen. In einem Epilog geht Peglau der Frage nach, ob Reich wegen seiner Komintern-gesteuerten Aktivitäten als Stalinist bezeichnet werden könnte, bevor er sich ab 1934 vehement gegen den autoritären Führerkult in der Sowjetunion wandte.

Zum Beitrag:

http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-44161/03_Peglau_Reich.pdf