Arbeitslosigkeit – Frust oder Chance?

Hans-Joachim Maaz im März 1991 im Gespräch mit Andreas Peglau über eine für Ex-DDR-Bürgerinnen und –Bürger ganz neuartige Erfahrung.

***

A.P.: In der DDR konnte man zwar auch auf verschiedene Art und Weise von der Gesellschaft ins Abseits gestellt werden, aber zumindest irgendeine Art von Arbeitsplatz war den meisten relativ sicher. Diese massenhafte und auch begründete Angst vor dem Arbeitsplatzverlust ist also für uns Ex-DDR-Bürger etwas Neues. Schlägt sich diese Tatsache in der Therapie nieder, klagen Patienten über entsprechende Ängste vor Arbeitslosigkeit? Oder führt sie vielleicht sogar die Angst davor in die Therapie, kommen sie zum Psychotherapeuten und sagen: Diese Angst, meinen Arbeitsplatz zu verlieren, macht mich krank?

Maaz: Eher im Gegenteil. Obwohl die psychischen Probleme zunehmen, kommen im Moment immer weniger Menschen zur Psychotherapie, aus der berechtigten Angst, wenn sie jetzt eine Therapie in Anspruch nehmen, sind sie die ersten, die irgendwo rausfliegen. Also sie könnten entweder keinen Einfluß mehr nehmen, wenn es darum geht, den eigenen Platz zu behaupten, oder aber sie werden mit einem Makel behaftet, weil sie in eine Psychotherapie gehen und wären deshalb auf dem Arbeitsmarkt weniger wert. Also es kommen im Moment immer weniger Menschen zur Psychotherapie. Ich habe schon gehört, daß es Kliniken gibt, die keine Patienten oder kaum noch Patienten haben; auch bei uns ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.

Ich denke aber, bei allen Menschen, auch bei denen, die sich gar nicht als psychisch krank empfinden, ist das im Moment verständlicherweise ein Thema. Denn Arbeitsplatzverlust hat ja mehrfache Bedeutung. Zum einen ist es eine Bedrohung der existentiellen Absicherung. Aber es ist eben auch ein erheblicher Einschnitt im normalen Lebensrhythmus. Wenn man keine sinnvolle Tätigkeit mehr hat, wenn man nicht mehr das Gefühl hat, daß man irgendwo gebraucht wird mit seiner Arbeitskraft, dann wird das von sehr vielen Menschen als eine Schmach empfunden, als Erniedrigung.

A.P.: Und die Leute, die ihren Therapie-Termin absagen, die begründen das dann auch tatsächlich damit, daß sie Angst haben, sie könnten sonst ihren Arbeitsplatz verlieren?

Maaz: Ja, genau so. Und das ist für mich ein ernstes Zeichen. Die existentiellen Bedrohungen sind im Moment so stark in unserem Land, daß auch dringend notwendige Behandlungen einfach nicht gewagt werden. Ich weiß von vielen Menschen, daß ihre Probleme zunehmen, ihre Depressivität, ihre Selbstmordgedanken zum Beispiel, aber sie wagen es einfach nicht, eine Therapie in Anspruch zu nehmen.

Es gibt ja andere Untersuchungen, daß in extremen Notzeiten, wie zum Beispiel in Kriegen, auch Neurosen angeblich weniger auftreten. Ich denke, die Neurosen sind wie eh und je vorhanden, nur die anderen Probleme, also die Probleme des Überlebens, sind so dominierend, daß gar kein Raum bleibt dafür, mehr nach Innen zu schauen oder sich Fragen zu stellen, wie man das eigene Leben gestalten will, weil kaum noch Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

A.P.: Den gegenwärtigen Rückgang an Psychotherapie-Interessierten so zu interpretieren, daß die Gesellschaft gesünder geworden ist, wäre also nach Ihrer Erfahrung völlig falsch?

Maaz: Genau das Gegenteil ist richtig: Es ist eher ein Ausdruck, wie sehr die Gesellschaft in Not geraten ist.

A.P.: Sie haben vorhin gesagt, daß die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust für Sie etwas Verständliches ist. Aber die Arbeit, so wie sie bei uns in der DDR vielfach stattgefunden hat – aber sicherlich ähnlich wie in allen hochindustrialisierten Ländern – ist doch eigentlich nicht die Arbeit, die viel Kreativität verlangt, die Grundbedürfnissen des Menschen entspricht. Die Arbeit ist oft ehe monoton, dreckig, schwer – Stichwort Bitterfeld beispielsweise – bis hin zu krankmachend. Muß man denn wirklich traurig sein, muß man denn wirklich Angst davor haben, solche Arbeit zu verlieren?

Maaz: Es ist zunächst richtig, daß viele Menschen eine entfremdete Arbeit getan haben oder tun mußten und auch daran gelitten haben oder daran krank geworden sind. Wenn wir uns allerdings jetzt die Situation von Kurzarbeitern oder Arbeitslosen genauer ansehen, dann gibt es da auch unterschiedliche Reaktionen oder fast so was wie einen Phasenverlauf. Ich habe gesehen, daß manch einer seine Arbeitslosigkeit anfangs gar nicht ernst nimmt, eher so wie einen unerwarteten Zusatzurlaub betrachtet. Man hat plötzlich mal Freizeit und kommt zu den Dingen, die man sonst nie getan hätte.

Also es wird ja erst als etwas Angenehmes empfunden. Daran liegt aber auch schon eine Verdrängung des Ernstes dieser Situation. Das hält daher zumeist nur kurze Zeit an, also vier, fünf, sechs Wochen vielleicht. Danach führt dieses anhaltende ,,Aus-der-gewohnten-Bahn-geworfen-Sein“ oft dazu, daß sie sich viel stärker mit sich selbst konfrontiert fühlen und sich im Grunde genommen fragen müssen: Wer bin ich eigentlich, was will ich eigentlich? Also sie müssen sich auf Grund ihrer Situation und der Zeit, die sie gewonnen haben, Fragen steilen, die gar nicht so leicht zti beantworten sind. Und dem entziehen sich natürlich viele – dann kommen Symptome, kommen Krankheiten, Streit, Gewalttätigkeit, Alkoholmißbrauch: Möglichkeiten, diesem ansteigenden Druck irgendwie – scheinbar – zu entfliehen oder sich wenigstens abzulenken. Ich denke, die Wenigsten fangen wirklich an, mal ganz ehrlich und kritisch ihr bisheriges Leben zu bedenken und auch die Frage zu beantworten, was die Arbeit in diesem Leben bedeutet hat und bedeutet.

Aber – um auf den Anfangspunkt zurückzukommen – obwohl viele Menschen tatsächlich entfremdete Arbeit tun mußten, war das immer noch besser, als gar nicht arbeiten zu können. Es geht ja nicht nur um Broterwerb, sondern auch darum, daß man seine Zeit sinnvoll strukturiert, daß man das Gefühl haben kann, ein Glied in einer Gemeinschaft zu sein, also sowohl um die eigene Bedeutung, als auch um Kontakte zu anderen Menschen, zu Berufskollegen. Das sind alles sehr wichtige Quellen für Selbstbestätigung, für Auseinandersetzungen, für Identitätsfindung überhaupt. Das alles geht verloren. Man vereinsamt oder ist in Gefahr, zu vereinsamen, man ist in Gefahr, Beziehungen und Bedeutung zu verlieren, wenn man keine Arbeit mehr hat.

Deshalb ist, aus meiner Sicht, unbedingt zu raten oder zu empfehlen, daß Arbeitslose sich nicht verstecken, sich nicht aus Scham oder Kränkung zurückziehen. Das ist ja eine große Gefahr, daß viele denken, sie sind schuld, wenn sie arbeitslos werden, sie seien nicht clever genug oder so. Das möchte ich von vornherein als einen Irrtum, ja: eine Lüge darstellen.

Der Kapitalismus arbeitet ja schon immer damit, daß er behauptet: Wer arbeiten will, der findet auch Arbeit. Und er will damit die Gesetzmäßigkeit, daß es immer Arbeitslose gibt, irgendwie bagatellisieren. Ich denke, ein guter Schutz wäre erst mal, daß sich auch Arbeitslose zusammentun, zum Beispiel in Selbsthilfegruppen. Daß sie sich organisieren, Kontakte haben, Erfahrungsaustausch, daß sie gemeinsam überlegen können, was sie gegen ihre Misere tun können – und sich nicht nur als ausgelieferte Opfer empfinden müssen, sondern auch wieder als aktive Menschen, die immer noch etwas mitgestalten.

A.P.: Arbeitslosigkeit wäre doch wahrscheinlich nicht so ein Problem, wenn die Partnerschaften, die man hat, besser funktionieren würden. Plötzlich hängt man ständig aufeinander, kann sich nicht mehr ablenken und nun knallt’s. Wenn man die realen Ängste in diesem Zusammenhang mal durchgeht: Verhungern ist hier nicht angesagt. Wir leben auch als Arbeitslose immer noch besser als die allermeisten Menschen auf der Welt. Es geht immer um die Frage, wie wir satt werden, nicht ob. Also ist das existentiell Bedrohlichere vielleicht tatsächlich dieses ,,Auf-sich-Zurück-Geworfen-Sein“?

Maaz: Also ich denke, daß man Arbeit sehr unterschiedlich bewerten kann und muß. Arbeit kann eine Flucht sein, man stürzt sich in Arbeit, weil man mit seinem Leben schlecht zurecht kommt. Weil man seine Beziehungen nicht gestalten kann, flieht man sozusagen aus nicht funktionierenden Kontakten in die Arbeit hinein. Im Extremfall haben wir da die Störung der Arbeitssüchtigen, die Arbeit brauchen wie eine Droge zur Dämpfung ihrer seelischen Probleme. Diese Störung ist ja im Grunde genommen gesellschaftlich hoch angesehen und führt sehr häufig dann erst nach einigen Jahren zu Hochdruckkrankheiten, zu Herzinfarkten oder zu Erschöpfungsdepressionen. Aber das wird oft nicht in dem Zusammenhang gesehen, daß diese Menschen eigentlich Arbeit benutzt haben, um ihre seelische Not, ihre Konflikte zu dämpfen. Hier wird Arbeit zur Kompensation ge- oder mißbraucht.

Eine andere Bedeutung hat Arbeit als sinnvolle Lebensgestaltung. Also – wie gesagt – daß das, was man tut, zur Selbstwertstärkung dient, daß man kreativ und produktiv sein kann.

Und ich denke, daß jeder Einzelne sich dieser Frage stellen muß: Wozu dient mir eigentlich die Arbeit, in welcher Weise ist es eine Flucht? Und genau dort läge auch eine Chance in der gegenwärtigen Krise. Bei zunehmender Massenarbeitslosigkeit ist ja die Alternative, entweder in destruktive Gewalt abzugleiten oder in eine sinnvolle, kreative Auseinandersetzung über Sinn und Wert von Arbeit einzutreten.

Also ich denke, daß wir jetzt auch unbedingt den Wert der Arbeit, wie ihn uns die kapitalistische Ideologie suggerieren will, anfragen müssen. Inwieweit ist Leistung noch sinnvoll und gesund erhaltend und wann wird Leistung zu einem übermächtigen Prinzip, das Menschen eben auch immer mehr krank macht und entfremdet? Und das Letztere scheint mir ja im Konkurrenzkampf kapitalistischer Wirtschaft sehr weit verbreitet zu sein.

Wir hätten im Moment eine Chance, diese Frage immer wieder zu stellen, uns damit auseinanderzusetzen und damit praktisch aus der Krise etwas zu machen. Mit dem Ergebnis, daß wir vielleicht zu neuen Einstellungen kommen, wie wir eigentlich Arbeit verstehen, wie wir in Zukunft arbeiten wollen, nach welchen Maßstäben, oder welche Kriterien uns dabei leiten sollen.

A.P.: Ist es – wenn man nun schon arbeitslos wird – nicht auch eine Chance? Ich kann mich beispielsweise nicht erinnern, jemals in meinem Leben ein Jahr Zeit für mich gehabt zu haben. Nun könnte ich zwar zu Hause sitzen, depressiv sein und fluchen ,,die Gesellschaft hat mich rausgeschmissen“ oder ich kann zumindest versuchen, doch in dem Jahr einiges zu machen, was ich noch nie gemacht habe.

Stichwort Trauerarbeit – das ist sicher auch eine Frage von Zeit, von Raum; also ich kann so konzentriert wie noch nie über die letzten 40 Jahre DDR nachdenken oder über mein Leben. Ich kann zur Abwechslung mal ausschlafen, mit meinen Kindern spielen ohne Hektik und so weiter. Könnte das nicht im Prinzip also auch ein Jahr sein, in dem man sich nicht nur über Grundsätzliches klar wird, sondern sich selbst auch ein ganzes Stück näherkommt?

Maaz: Wenn man die Kraft dazu hätte und das täte, wäre es wunderbar. Es gibt ja schon in anderen Kulturen die Einrichtung des Sabbat-Jahres. Daß man immer mal ein Jahr einfach aussetzt, um nachzudenken, um zur Besinnung zu kommen, um wirklich sein Leben zu überdenken. Die Frage heute und hier ist nur: Wer trägt das, wer bezahlt die Kosten? Inwieweit ist das sozusagen auch ein Schmarotzen an der Gesellschaft oder inwieweit lebt man auf Pump, wird von anderen bezahlt, vielleicht nur um still zu halten?

Also ich wünsche das im Grunde genommen jedem Menschen, daß er sich Zeit lassen kann, um innezuhalten, sein Leben zu überdenken, daß er Gelegenheit bekommt zum kritischen Nachfragen und zur Lebensveränderung. Aber die sozialen Grundlagen dafür müssen geklärt werden: Wovon lebt man in dieser Zeit und wie findet man anschließend wieder Zugang zum Arbeitsprozeß? Sprechen wir von einer als sinnvoll erachteten Möglichkeit oder gar Notwendigkeit in einer Gesellschaft oder muß man soziale Diskriminierung als ,,alternativer Aussteiger“ befürchten? Diese Fragen stehen aber bei der momentanen Arbeitslosigkeit gar nicht zur Debatte, sondern sie ist ein Symptom des tragischen Verlaufs der deutschen Vereinigung. Sie ist Folge politischer Fehlentscheidungen, sie wird uns aufgenötigt und bedeutet in vielen Fällen existentielle Bedrohung und eine schwere Belastung. Und da ist ja auch bei vielen Empörung und Zorn darüber, daß das so ist, daß wir auf diese Weise abserviert, über den Tisch gezogen werden. Und ich denke, diese beschämende, kränkende und real bedrohliche Situation ist wenig geeignet, ein sinnvolles und kreatives Nachdenken über das eigene Leben zu befördern.

A.P.: Sie haben vom Schmarotzen gesprochen an der Gesellschaft. Ich muß sagen, spätestens nach dem Golfkrieg denke ich: Wenn diese Gesellschaft mal eben locker ein paar Milliarden zum Töten da hat, oder eben genau weiß, wie sie die zumindest wieder reinkriegt, da könnte sie sich wahrscheinlich auch leisten, Arbeitslose so zu bezahlen, daß sie keine Existenzangst haben müßten und nicht um immer geringer werdende Almosen anstehen müßten. Es erscheint so, als ob Arbeitslosigkeit nicht so sehr ökonomisch notwendig ist als vielmehr psychologisch – als Druckmittel: Seht zu, daß ihr gefälligst unser Spiel mitspielt und immer schön leistet und euch anstrengt, ansonsten geht’s euch schlechter, Stück für Stück.

Maaz: Ich habe bei diesem Wort ,,Schmarotzen“ an die Art und Weise gedacht, wie dieses Geld entsteht, dieser Wohlstand, der dann auch die finanzielle Unterstützung der Arbeitslosen möglich macht.

Für mich ist das irgendwie auch schmutziges Geld, weil es im Grunde genommen auf einer expansiven Produktionsweise beruht, die auf Kosten der Verarmung in der dritten Welt geht und auf Kosten der Umwelt. Daran dachte ich. Aber ich will damit überhaupt nichts dagegen sagen, sich Arbeitslosengeld auszahlen zu lassen. Wenn jetzt Menschen bei uns arbeitslos sind, dann haben sie wirklich Anspruch darauf, daß sie Geld bekommen. Also da möchte ich nicht mißverstanden werden.

Ich denke, bei diesem Wort Schmarotzen auch daran, daß es zum Beispiel in Westdeutschland zunehmend Menschen gibt, die soviel Geld haben, daß sie überhaupt nicht mehr arbeiten müssen. Also das sind die, die jetzt das Geld ihrer Eltern erben. Sie leben einfach von dem Vermögen und den Zinsen des Geldes, was von anderen über drei, vier Jahrzehnte an gehäuft wurde. Und das halte ich schon für abnorm. Das ist für mich ein Zeichen zunehmender Morbidität einer Gesellschaft: Einerseits wächst der Reichtum von Wenigen, andererseits werden viele immer ärmer, und in beiden Extremen ist ein natürliches und gesundes Leben kaum noch möglich.

Arbeitslosigkeit ist für mich soziale Gewalt, und es reicht nicht aus, nur finanzielle Unterstützung zu bekommen. Das ist wie bei einer symptomatischen Therapie, wo eine kausale Behandlung nötig wäre. Wir müssen Antworten finden, wie wir in Zukunft unser Leben, auch unser Arbeitsleben, so gestalten können, daß wir alle in Ehren Geld verdienen und uns dabei auch sinnvoll bestätigen können. Dagegen ist expansives Wirtschaftswachstum mit wachsenden sozialen Ungerechtigkeiten und Arbeitslosigkeit ein gefährlicher Weg, er bedroht unser aller Leben. Die entscheidende Alternative dazu liegt in der Art und Weise, wie wir unser soziales Zusammenleben gestalten, also in der Qualität unserer Beziehungen.

A.P.: Karl Marx hat sich seinerzeit eine ganze Menge davon versprochen, daß wenigstens die Zeit, die man für entfremdete Arbeit einsetzen muß, reduziert wird. Also wenn schon nicht gleich besser wenigstens weniger. Das mag jetzt naiv klingen, aber wäre es nicht eine Chance, wenn man die Arbeit anders verteilen würde und meinetwegen jeder 4 Stunden arbeitet, dafür aber alle Arbeit haben?

Maaz: Ich bin zunehmend skeptisch geworden und habe fast den Verdacht, daß das eine de größten Illusionen unseres Jahrhunderts ist, daß es heißt: Wir müssen so intensiv, rationell produzieren, daß immer mehr Freizeit bleibt und damit dann auch Gelder übrig bleiben für das Sozialwesen, für den Umweltschutz usw. Ich glaube, das ist deshalb ein verhängnisvoller Irrtum, weil man durch die Art der Produktivität ja überhaupt erst diese Schäden setzt, die man dann im Zusammenleben der Menschen oder gegenüber der Umwelt wieder mit Geld reparieren möchte.

Ich glaube, daß da ein grundlegendes Umdenken notwendig ist, dahingehend, daß von den Beziehungen der Menschen untereinander und vom Zusammenleben mit der Natur bestimmt werden muß, wie wir produzieren, wie wir unsere Arbeitswelt gestalten.

 

 

 

Frühere Veröffentlichungen finden sich in ICH – die Psychozeitung 3/91 sowie in „Weltall, Erde …ICH“ bzw. www.weltall-erde-ich.de.