Vermischtes

C. G. Jung: „Der Europäer kann nicht ‚ungestraft‘ in Afrika unter Negern leben.“

Hier findet sich ein aktueller offener Brief zu rassistischen Einstellungen C. G. Jungs auf  DEUTSCH, ITALIENISCH, FRANZÖSISCH , SPANISCH UND ENGLISCH, verfasst von einer Gruppe Jungscher Analytiker, Analytikerinnen, Akademiker und Akademikerinnen.
Hier finden sich Textbeispiele, die diese Einstellungen Jungs belegen.
Ein Beispiel für Jungs Antisemitismus  ist hier nachzulesen.

 

Psychoanalyse im Nationalsozialismus. Eine Kurzfasssung

Unter dieser Überschrift habe ich neun aufeinander aufbauende Beiträge zu einem 58-seitigen pdf-Dokument zusamengestellt. Es enthält wesentliche Recherche-Ergebnisse aus meinem Buch „Unpolitische Wissenschaft? Wilhelm Reich und die Psychoanalyse im Nationalsozialismus“.

Hier ist das pdf-Dokument herunterzuladen:
Andreas Peglau Psychoanalyse im Nationalsozialismus. Eine Kurzfassung (2019)

Hier lässt sich der Text der Kurzfassung insgesamt nachlesen.

Hier finden sich Quellenverzeichnis (28 Seiten) und Namensverzeichnis (18 Seiten) des Buches.

Hier ist des Vorwort zur erweiterten Auflage von 2017 zu lesen.  

Dass ich gerade jetzt diese Texte veröffentliche, hat zugleich einen aktuellen Bezug: den Versuch des BRD-Gesundheitsministeriums, Ärzte und Therapeuten zu zwingen, Patientendaten an ein absolut nicht sicheres Internet auszuliefern – und damit nicht nur das Vertrauensverhältnis zu den Patientinnen und Patienten zu zerstören, sondern auch den hippokratischen Eid zu verletzen.
Da lohnt der Rückblick auf schuldhafte Verstrickungen von medizinischen Heilkundigen doppelt.

 

„Rechtsruck im 21. Jahrhundert“. Hörbuch und Buch als kostenloser Download

Andreas Peglau:Rechtsruck im 21. Jahrhundert. Wilhelm Reichs Massenpsychologie des Faschismus als Erklärungsansatz“ (NORA-Verlag Berlin, 2017). Der Buchtext steht hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Hörbuch Andreas Peglau Rechtsruck

 

Das aus diesem Buch entstandene, gekürzte HÖR-Buch (2018) kann hier gehört und kostenlos heruntergeladen werden.


Weiterleitung und Verbreitung von Buch und Hörbuch zu nichtkommerziellen Zwecken sind ausdrücklich erwünscht.

 

 

Zu Rainer Mausfelds Buch

„Warum schweigen die Lämmer? Wie Elitendemokratie und Neoliberalismus unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen zerstören“ (2018). Meine ambivalente Sicht auf dieses Buch habe ich hier festgehalten:

Andreas Peglau: Kein Mensch wird als Schaf geboren. Rezension zu Rainer Mausfeld.

 

Altes Denken löst keine neuen Probleme. Der Demograph Parviz Khalatbari, befragt von Andreas Peglau (1995)

Zu Ursachen und Wirkungen von Flüchtlingsströmen, globalen Veränderungen in Bevölkerungswachstum- und verteilung.

Parviz Khalatbari

Parviz Khalatbari, 1925-2012

 

„Das Grundübel unserer Welt ist ihre Polarisierung! Die Wurzeln dafür liegen in der Industriellen Revolution und dem Kolonialismus: An einem Pol konzentrierten sich Industrie und Reichtum, der andere Pol lieferte Rohstoffe und hier konzentrierten sich Armut und Rückständigkeit. (…)
Ich teile also die Meinung, daß spätestens unsere Nachkommen Massenwanderungen unbekannten Ausmaßes erleben werden. Und das wird kaum friedlich ablaufen.“

 

Ursachen des aktuellen „Rechtsrucks“ und Möglichkeiten, etwas gegen ihn zu tun

Vortrag, im September 2018 auf dem europäischen Kongress für Körperpsychotherapie in Berlin gehalten.

„Gerade Therapeuten und Therapeutinnen, die sich bemühen, ganzheitlich zu arbeiten, die Seele, Körper, Energie, Beziehung, Lebensgeschichte, familiäre und gesellschaftliche Faktoren in ihre Behandlung integrieren – wie es Wilhelm Reich ab 1930 hier in Berlin ebenfalls tat – haben diesbezüglich eine spezifische Verantwortung.
Sie sind immer wieder mit den massenhaft verbreiteten Störungen konfrontiert, ohne die es keinen Faschismus und keinen Rechtsruck geben könnte, erfahren, was diese Störungen verursacht hat und was sie unterhält. Und sie erleben, wie diese Störungen geheilt oder zumindest gelindert werden können.
Mit dem Wissen über diese Zusammenhänge an die Öffentlichkeit zu gehen, das ist seit 2014 noch weit dringender geworden, als es ohnehin schon war.“

Hier kann der ca. 40-minütige Videomitschnitt angesehen werden.

Videomitschnitt Vortrag Andreas Peglau Rechtsruck

Foto: Josef Hager

Der Vortragstext kann hier im Original nachgelesen werden und hier in der englischen Übersetzung = please click here for the English translation.

 

Andreas Peglau im Gespräch mit Jürgen Bergmann, Holzbildhauer, Spielplatzbauer, Initiator und Leiter eines ungewöhnlichen Projektes (1997)

Es geht nicht östlicher in Deutschland. Wer die Kulturinsel Einsiedel finden will, muss sich immer hart an der Neiße lang bewegen. Zum Beispiel von Görlitz kommend, Richtung Rothenburg.
So bin ich 1995 gefahren. Und plötzlich, zwischen zwei Dörfern, tauchten ungewöhnliche aber sehr einladende Bauten am Straßenrand auf. Ich wunderte mich, wer einen solchen Ort in diese abgelegene Gegend gezaubert hatte.
Außerdem schien dieser Jemand viele Kinder zu haben: Sämtliche Gebäude waren nahezu umzingelt von Holz-Spielgeräten. Und manche weitere Konstruktion diente anscheinend noch ganz anderen Zwecken: Bühnen, Türme – und ein Baumhaus.

Einsiedel 5, Foto Andreas Peglau

Märchenland … (Foto: A. Peglau)

Wilhelm Reich und die Kinder der Zukunft. Feature von Christian W. Find

„Wir sitzen in der Falle und wollen es nicht wahrhaben. Unsere politischen Konzepte sind zum Scheitern verurteilt. Wir werden da nur herauskommen, wenn wir bei uns selbst und unseren Neugeborenen anfangen. So lautet die radikale Aussage des Psychotherapeuten und Naturforschers Wilhelm Reich.“
Das Feature (Länge: 51‘30. Ursendung 22.12.18) ist in der Mediathek von Deutschlandfunk Kultur abrufbar.
Kinder der Zukunft, Cover

Das Buch, das dieses Feature inspirierte, erschien 2017 erstmals auf Deutsch und ist hier zu bestellen: Kinder der Zukunft

In einer Rezension habe ich dazu geschrieben

„Kinder der Zukunft sollten (…) alle lesen, die sich für Schwangerschaft, Geburt, psychische und psychosomatische Gesundheit und Störung, für Kinder, Erziehung, Neurosenentstehung und -prophylaxe interessieren – oder einfach dafür, wie sie selbst und unsere Gesellschaft so wurden, wie sie heute sind.“

 

 


 

Über mich.

Ich bin 1957 in Berlin (Ost) geboren.
1981 schloss ich an der Humboldt-Universität das Studium der Klinischen Psychologie mit einem Diplom ab.
Ab 1985 war ich als Redakteur bei Jugendradio DT 64 u.a. für Lebenshilfesendungen zuständig.
Während der DDR-„Wende“ gründete ich mit über 500 interessierten DDR-Bürgerinnen und -Bürgern den Verein „ich-e.V.“ (zunächst „Gemeinschaft zur Förderung der Psychoanalyse“), den ich die nächsten Jahre leitete. Als verantwortlicher Redakteur von „ICH – die Psychozeitung“ schrieb ich zwischen 1990 und 1998 eine Vielzahl von Beiträgen, hielt Vorträge, leitete zeitweise eine Beratungsstelle.
2008 erhielt ich meine Approbation als tiefenpsychologischer und psychoanalytischer Therapeut, praktiziere seitdem in Berlin.
2013 wurde ich an der Berliner Charité zum Dr. rer. medic. promoviert mit einer Arbeit zum Thema „Unpolitische Wissenschaft? Wilhelm Reich und die Psychoanalyse im Nationalsozialismus“, die im selben Jahr im Psychosozial-Verlag Gießen als Buch erschien.

Insbesondere die Recherchen zu diesem Buch haben mich gezwungen, die Psychoanalyse kritischer zu sehen. Für unverzichtbar halte ich dennoch weiterhin die Aufarbeitung individueller Lebensgeschichte, das Bewusstmachen von Unbewusstem, auch – aber nicht nur – in therapeutischer Form.
Sigmund Freud hat 1917 definiert, die Psychoanalyse lasse sich »auf Kulturgeschichte, Religionswissenschaft und Mythologie ebenso anwenden […] wie auf die Neurosenlehre«, sie »beabsichtigt und leistet nichts anderes, als die Aufdeckung des Unbewussten im Seelenleben«. Psychoanalyse ist also weit mehr als eine Therapiemethode. Aber es gibt auch keine isolierten seelischen Vorgänge. Sie sind verknüpft mit sozialen, kulturellen, ökonomischen, politischen und ökologischen Prozessen.
Die nicht zuletzt globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts werden sich deshalb nur konstruktiv bewältigen lassen, wenn wir auch den psychischen Aspekten – endlich – die angemessene Aufmerksamkeit widmen. Diesen Zusammenhang hat Wilhelm Reich schon 1934 benannt:

»Versucht man die Struktur der Menschen allein zu ändern, so widerstrebt die Gesellschaft. Versucht man die Gesellschaft allein zu ändern, so widerstreben die Menschen. Das zeigt, dass keines für sich allein verändert werden kann.«

Zu einem solchen Veränderungsprozess einen Beitrag zu leisten, bemühe ich mich seit langem. Auf dieser Webseite habe ich einiges von dem, was dabei herausgekommen ist und mir mitteilenswert erscheint, zusammengestellt.
Gelegentlich werde ich es ergänzen.

Andreas Peglau, Mai 2019

Andreas Peglau

PS 1: Für Rückmeldungen, gern auch kritische, steht die Email-Adresse
info@andreas-peglau-psychoanalyse.de zur Verfügung.

PS 2: Diese Webseite steht in enger Beziehung zu, überlappt bzw. ergänzt sich wechselseitig mit dieser Webseite: https://weltall-erde-ich.de