Schlagwort-Archive: Fromm

Mythos Todestrieb. Über einen Irrweg der Psychoanalyse

von Andreas Peglau

1932 bezeichnete Freud (1999c, S. 101) „[d]ie Trieblehre“ als „unsere Mythologie“, Triebe als „mythische Wesen“. 1920, in Jenseits des Lustprinzips, hatte er das umstrittenste dieser „Wesen“ erstmals öffentlich vorgestellt: den Destruktions- oder Todestrieb, später Thanatos benannt, nach dem griechischen Todesgott. Noch heute hat die Annahme eines solchen Triebes Einfluss in- und außerhalb der Psychoanalyse – obwohl ihre Realitätsferne längst erwiesen ist.

Weiterlesen: Mythos Todestrieb pid_2018_02_Peglau

Vom Nicht-Veralten des „autoritären Charakters“. Wilhelm Reich, Erich Fromm und die Rechtsextremismusforschung

von Andreas Peglau

Bereits 1913 schrieb Otto Gross (1877–1920), sämtliche bisherigen Revolutionen seien

„zusammengebrochen, weil der Revolutionär von gestern die Autorität in sich selbst trug. Man kann erst jetzt erkennen, daß in der Familie der Herd aller Autorität liegt, daß die Verbindung von Sexualität, wie sie sich in der Familie mit dem noch geltenden Vaterrecht zeigt, jede Individualität in Ketten schlägt“.

Damit und mit weiteren Passagen seiner Artikel war Gross der erste Psychoanalytiker, der tiefgründige Erkenntnisse über das Problem des familiären wie gesellschaftlichen Autoritarismus publizierte.

Ab 1929 erfasste dann der Psychoanalytiker Erich Fromm (1900–1980) in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Institut für Sozialforschung autoritäre Einstellungen durch einen Fragebogen.

 

Weiterlesen in Sozial.Geschichte Online (Heft 22/ 2018): https://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-45266/05_Peglau_Autoritarismus.pdf