Menschen aller Länder, erkennt euch selbst – und befreit euch gemeinsam! Marx und Engels über den Zusammenbruch des realen Sozialismus, eigene Fehleinschätzungen, die Rolle der Psyche, die aktuelle Weltsituation und heutige Chancen für den Aufbau des Sozialismus

Andreas Peglau befragt den KI-Assistenten von OPEN AI, 27. Juli 2026

 

Karl Marx und Friedrich Engels 2026: "Es gibt viel zu tun."

Bild: KI-generiert, erstellt mit designer.microsoft.com nach einem Konzept von ChatGPT / OPEN AI.

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Vorab

Zu Lebzeiten haben sich Marx und Engels meist eher intolerant verhalten gegenüber abweichenden Sichtweisen. Aus der Luft gegriffen ist der abrupte Perspektivwechsel, den OPEN AI den beiden im Folgenden zubilligt, dennoch nicht. Marx wandte sich in seinen letzten Jahren intensiv ethnologischer Literatur und damit über die Ökonomie hinausreichenden Fragestellungen zu. Und Engels anerkannte 1893, zehn Jahre nach dem Tod von Marx, dass sie bei der „Ableitung der politischen, rechtlichen und sonstigen ideologischen Vorstellungen und durch diese Vorstellungen vermittelten Handlungen […] die Art und Weise, wie diese Vorstellungen etc. zustande kommen“, vernachlässigt hatten. Warum also sollten Marx und Engels, soeben wieder zum Leben erweckt, sich nicht voller Tatendrang auf neue Aufgaben und Informationen stürzen – inzwischen angesammeltes Wissen über psychosoziale Zusammenhänge inklusive?

Wer sich von einer KI Informationen übermitteln lässt, sollte jede Quelle, jedes Zitat, jede Kernaussage noch einmal überprüfen – und wird oft feststellen, dass Fehler vorliegen. Doch ebenso klar ist mir inzwischen durch eine Reihe von Kontakten mit OPEN AI: Wo für komplexe Sachverhalte eine Vielzahl für die KI erreichbarer, seriöser Informationen vorliegt – in Bezug auf die Theorien von Marx und Engels ist das der Fall – und ich zugleich kompetent bin, die KI-Antworten zu beurteilen, lässt sich in faszinierender Weise Wissen aufbereiten. Ich muss auch nicht die „Meinung“ der KI teilen, um davon zu profitieren: Sie verschafft mir spannende Ansatzpunkte, um selbst weiterzudenken.

Den folgenden Austausch mit OPEN-AI habe ich nur insofern verändert, als dass mir am Ende jeder Antwort mehrere Inhalte angeboten wurden, die hätten vertieft werden können. Beibehalten habe ich nur die, um die es dann tatsächlich ging.

Da die KI am Ende jedes „Gesprächs“ die bisherigen Informationen löscht, beginnt jede neue Runde am Punkt Null. Meine Einflussnahme auf den Ablauf beschränkte sich also exakt auf die von mir aufgeschriebenen Sätze und den nach der Hälfte der Kommunikation der KI übermittelten Text.

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Ohne Sklaverei kein Sozialismus, Krieg als große Gesamtaufgabe. Ergänzung zu meiner Marx-Kritik

Erweiterte Fassung, 29. Juli 2026

von Andreas Peglau

 

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Kinderelend im Kapitalismus

In „Menschen als Marionetten? Wie Marx und Engels die reale Psyche in ihrer Lehre verdrängten“ habe ich dargelegt, weshalb sich meines Erachtens in der Theorie von Karl Marx und Friedrich Engels keine adäquaten Lösungen für die aktuellen nationalen und internationalen Krisen finden lassen. Dort habe ich auch anhand seiner Befürwortung von Kinderarbeit belegt, dass Marx‘ Fortschrittsglaube zu inhumanen Schlüssen führen konnte.[1] Daran will ich anknüpfen. Weiterlesen

No socialism without slavery, war as a great communal work. Addendum to my critique of Marx

by Andreas Peglau

 

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In “People as puppets? How Marx and Engels suppressed the real psyche in their teaching“ I demonstrated, using his endorsement of child labor as an example, that Marx’s belief in progress could lead to inhumane conclusions.[1] In the “Instructions for the Delegates of the Provisional Central Council” of the International Workingmen’s Association, written by Marx in 1866, it was stated:

“We regard the tendency of modern industry to enlist children and adolescents of both sexes in the great work of social production as a progressive, healthy, and justified tendency, although the manner in which this tendency is realized under the rule of capital is abhorrent.”[2]

As Marx knew and had documented himself on several occasions, every month of child labor cost thousands of children their health or their lives. Nevertheless, as late as 1875, he still considered a “general ban on child labor” to be

“incompatible with the existence of large-scale industry and therefore nothing more than a pious wish. Its implementation—if possible—would be reactionary, since, with strict regulation of working hours according to different age groups and other precautionary measures to protect children, the early combination of productive work with education is one of the most powerful means of transforming today’s society.”[3]

Marx must have known how futile adequate child protection was in the capitalism of 1875, especially within “large-scale industry.” Yet he gave priority to the future social transformation he hoped for over the real child poverty of his time.

The fact that a fundamental stance on the part of Marx and Engels came into play here is evident in their treatment of other, no less controversial topics. Weiterlesen

Concepts of Human Beings as a Basis for Social Change

Lecture by Andreas Peglau

 

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What is a concept of human beings?

Something that everyone carries within themselves—often more unconsciously than consciously.

It is the sum of assumptions about what people are generally like, what characteristics they share, and what can therefore be expected, hoped for, or feared from them.

A central question here is:

 

Are people good—or evil?

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Menschenbilder als Grundlage gesellschaftlicher Veränderungen

von Andreas Peglau[1]

 

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Was ist das: ein Menschenbild?

Etwas, das jeder und jede in sich trägt – oftmals eher unbewusst als bewusst.
Es ist die Summe von Annahmen darüber, wie Menschen im Allgemeinen sind, welche Eigenschaften sie verbinden, was daher von ihnen zu erwarten, zu erhoffen, zu befürchten ist.
Eine dabei zentrale Frage lautet:

Sind Menschen gut – oder böse?

Dazu gibt es vier Grundpositionen, die sich vereinfacht so darstellen lassen: Weiterlesen

Die psychosoziale Revolution. Tarek Al-Ubaidi im Gespräch mit Andreas Peglau

Freitag, 15. Mai 2026, 19:00 bis 21 Uhr.
Im CROPfm-Archive anhören; https://cropfm.at/archive/show/psychosozial

https://cropfm.at/images/570-Psychosoziale-Revolution-750.jpg

Illustratiion: Matthias Töpfer, https://atelier-toepfer.de/

 

Wenn wir, wie sich nicht nur augenscheinlich, sondern letztlich auch wissenschaftlich belegen lässt, als sensible, mitfühlende, liebevolle, liebenswerte, neugierige, kreative und nicht zuletzt auch prosoziale Wesen auf die Welt kommen, wieso sieht die Welt dann so aus, wie sie es gerade tut?

 

Andreas Peglau ist überzeugt, dass die Gesellschaft nicht nur durch ökonomische Bedingungen geformt wird, sondern auch der psychische Zustand der einzelnen Individuen unser Zusammenleben maßgeblich prägt. Er fordert eine Psychosoziale Revolution, die auch politisch-ökonomische Umwälzungen enthält.

 

 

Lasst uns keine Marionetten sein! Plädoyer für Selbstbestimmtheit, Friedensfähigkeit und eine realisierbare Zukunftsvision

von Andreas Peglau

 

Funktioniert nur in meinem Bücherregal: die Verschmelzung von Marxismus und Psychoanalyse.

Im Jahr 2024 habe ich eine lange aufgeschobene Herausforderung angenommen. Während meines 1976 begonnenen Psychologie-Studiums an der Humboldt Universität war ich enttäuscht von dem, was mir als „marxistische Psychologie“ vermittelt wurde. Die Psychoanalyse dagegen begeisterte mich. Von deren Verbindung, von „Marx plus Freud“ erhoffte ich mir den notwendigen Fortschritt hin zu einer wirklich umfassenden Weltanschauung.

Meine freilich schon damals kritische Sicht auf Freuds Menschen- und Gesellschaftsbild erhielt in der Folgezeit reichlich Nahrung. Was den Marxismus betrifft, erzwangen DDR-Zusammenbruch und -Anschluss ebenfalls Neubewertungen. Doch noch lange Zeit akzeptierte ich die von vielen „Linken“ vertretene These, wir im Osten hätten Marx und Engels nur falsch ausgelegt. Das enthielt ja immerhin die frohe Botschaft, in der ursprünglichen Lehre warteten also doch die wesentlichen Antworten.

Obwohl ich auch daran allmählich zweifelte, bin ich dem nie konsequent nachgegangen. So genau wollte ich die Grenzen jener Weltanschauung nicht ausloten, die mir in meiner ersten Lebenshälfte – ich wurde 1957 geboren in Berlin, Hauptstadt der DDR – Halt und Orientierung gegeben hatte.

Warum habe ich das jetzt nachgeholt? Weiterlesen

NuoFlix-Gespräche 2025/26 mit Robert Stein, Henning Rosenbusch, Hans-Joachim Maaz und anderen

Gespräch mit Robert Stein, Henning Rosenbusch und Andreas Peglau, 14. März 2026 (1h, 37 min)

In dieser Ausgabe von Home Office schauen wir auf einen Mann, der eigentlich als Friedenspräsident gestartet ist – und nun mit erstaunlich viel Kriegsrhetorik von sich reden macht: Mr. „Boombastic“ höchstpersönlich. Anlass ist die neue Eskalation rund um den Iran und die Frage, was das politisch – und psychologisch – mit uns allen macht. (1 h, 37 min)

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DDR 2.0? Braucht die Friedensbewegung eine Zukunftsvision?

von Andreas Peglau

Vortrag, gehalten am 28. März 2026 im Brigitte-Reimann-Literaturhaus Neubrandenburg[1]

 


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Was ich Ihnen heute anbieten kann, ist kein wissenschaftlicher Draufblick, sondern eine Mischung aus Fakten, persönlichen Erlebnissen und subjektiven Bewertungen.
Ich nehme an, dass die meisten von Ihnen ebenfalls Wurzeln in der DDR haben. Mir ist bewusst, dass sich damit für Sie ganz andere Erfahrungen verbinden können als für mich. Wahrscheinlich werden Sie deshalb auch nicht allem beipflichten, was ich erzähle, manches vielleicht nicht nur anders wissen, sondern auch besser. Für den Abgleich unserer Sichtweisen können wir dann ja die Diskussion nutzen.

Es ist mir nicht leichtgefallen, das aufzuschreiben, was ich Ihnen nun vorlesen will. Ich habe schon im Dezember begonnen, darüber nachzudenken – und noch gestern an meinem Text gefeilt. Einmal mehr habe ich gemerkt: Ich bin nicht fertig mit der DDR, nicht im Guten, nicht im Schlechten.[2] Weiterlesen