Schlagwortarchiv: Freudo-Marxismus

Die menschlichen Anlagen stehen einer guten Gesellschaftsordnung nicht entgegen – sondern drängen danach, sie zu schaffen. Andreas Peglau im Streitgespräch mit OPEN AI zum Thema Menschenbild. Teil 2, 11.8.2026.

 

Bild: KI-generiert, erstellt mit https://firefly.adobe.com/ nach einem Konzept von ChatGPT / OPEN AI auf Anregung von Andreas Peglau .

Bild: KI-generiert, erstellt mit https://firefly.adobe.com/ nach einem Konzept von ChatGPT / OPEN AI.


Die Maske des Bösen

An meiner Wand hängt ein japanisches Holzwerk

Maske eines bösen Dämons, bemalt mit Goldlack.

Mitfühlend sehe ich

Die geschwollenen Stirnadern, andeutend

Wie anstrengend es ist, böse zu sein.

Bertolt Brecht, 1942

 

 

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Vorbemerkung:

Da die KI nach jedem Kontakt alles Vorherige löscht, also zu Beginn nichts mehr von mir oder meinen Auffassungen weiß, habe ich auch diesmal mit der Verlinkung desselben Beitrags zu „Menschenbildern“ begonnen. Im ersten Teil unseres Austauschs lassen sich die Gegenargumente von OPEN AI ausführlicher nachlesen.
Den entstandenen Text habe ich insofern verändert, als ich von den verschiedenen Themen, die OPEN AI mir am Ende jeder Antwort zur Fortführung anbot, nur jene beibehalten habe, die wir dann tatsächlich aufgriffen.
Das oben zitierte Gedicht legt die Frage nahe, wie es sich anfühlt, nicht böse zu sein. Ich meine, sie lässt sich beantworten. Weiterlesen

„Sie vertreten eine monokausale Optimismus-Theorie!“ Andreas Peglau im Streitgespräch mit OPEN AI zum Thema Menschenbild. Teil 1, 10.8.2026.

Bild: KI-generiert, erstellt mit designer.microsoft.com nach einem Konzept von ChatGPT / OPEN AI. - Anregung von Andreas Peglau

Bild: KI-generiert, erstellt mit designer.microsoft.com nach einem Konzept von ChatGPT / OPEN AI.

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Vorab

„Künstliche Intelligenz“ im Kapitalismus dient dem Kapitalismus. Aber sie lässt sich auch nutzen, um Informationen zu sammeln, wie das bestehende System verändert oder abgeschafft werden kann. Sie bietet zudem eine ausgezeichnete Möglichkeit, eigene Sichtweisen und Thesen zu überprüfen.
Meine Webseite enthält eine Vielzahl von Beiträgen, wo ich meine Auffassung eines realitätsgerechten Menschenbildes darlege und begründe. Im folgenden Text habe ich deshalb mehrfach darauf verzichtet, OPEN AI damit zu konfrontieren. Wichtiger war mir, von der KI eine komprimierte Darstellung von GEGEN-Positionen zu erhalten – zudem eine gute Grundlage, um sich beim Lesen eine eigene Meinung zu bilden. Die Kenntnis meiner verlinkten Beiträge ist dafür hilfreich aber nicht zwingend.
Dieses „Gespräch“ habe ich nur insofern verändert, als ich von den verschiedenen Möglichkeiten, die OPEN AI mir am Ende jeder Antwort anbot, jene beibehalten habe, die wir dann weiterführten. In einem zweiten Teil knüpfe ich noch einmal an das Thema an.
Und tatsächlich wird es auch um „Äpfel und Birnen“ gehen … Weiterlesen

Lasst uns keine Marionetten sein! Plädoyer für Selbstbestimmtheit, Friedensfähigkeit und eine realisierbare Zukunftsvision

von Andreas Peglau

 

Funktioniert nur in meinem Bücherregal: die Verschmelzung von Marxismus und Psychoanalyse.

Im Jahr 2024 habe ich eine lange aufgeschobene Herausforderung angenommen. Während meines 1976 begonnenen Psychologie-Studiums an der Humboldt Universität war ich enttäuscht von dem, was mir als „marxistische Psychologie“ vermittelt wurde. Die Psychoanalyse dagegen begeisterte mich. Von deren Verbindung, von „Marx plus Freud“ erhoffte ich mir den notwendigen Fortschritt hin zu einer wirklich umfassenden Weltanschauung.

Meine freilich schon damals kritische Sicht auf Freuds Menschen- und Gesellschaftsbild erhielt in der Folgezeit reichlich Nahrung. Was den Marxismus betrifft, erzwangen DDR-Zusammenbruch und -Anschluss ebenfalls Neubewertungen. Doch noch lange Zeit akzeptierte ich die von vielen „Linken“ vertretene These, wir im Osten hätten Marx und Engels nur falsch ausgelegt. Das enthielt ja immerhin die frohe Botschaft, in der ursprünglichen Lehre warteten also doch die wesentlichen Antworten.

Obwohl ich auch daran allmählich zweifelte, bin ich dem nie konsequent nachgegangen. So genau wollte ich die Grenzen jener Weltanschauung nicht ausloten, die mir in meiner ersten Lebenshälfte – ich wurde 1957 geboren in Berlin, Hauptstadt der DDR – Halt und Orientierung gegeben hatte.

Warum habe ich das jetzt nachgeholt? Weiterlesen

Menschen als Marionetten? Teil 10: Alternative Gedankenwege – eine Diskussionsanregung

von Andreas Peglau

Was sich ergeben hätte, wenn Marx und Engels um 1844 ihre Weichen anders gestellt, wenn sie die Psyche auf angemessene Weise einbezogen hätten, lässt sich nicht rekonstruieren. Aber ich will wenigstens bei einigen ihrer Annahmen durchspielen, was passiert, wenn ich diese mit dem konfrontiere, was mir heute als ausreichend gesichertes Wissen erscheint.
Wie anfangs mitgeteilt, gehe ich davon aus, dass wir mit dem Potential auf die Welt kommen, soziale, liebenswerte, liebesfähige und liebesbedürftige, kontaktfreudige, wissbegierige, kreative Wesen zu sein. Das ist kein Wunschdenken von mir, sondern inzwischen vielfach wissenschaftlich belegt.[1]
Vielleicht nehmen andere meine Fäden auf und spinnen sie weiter, in ihrer Weise, individuell und selbstbewusst, im Sinne von Max Stirner und nach Kants Motto: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Weiterlesen