Archiv des Monats: Juni 2026

No socialism without slavery, war as a great communal work. Addendum to my critique of Marx

by Andreas Peglau

 

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In “People as puppets? How Marx and Engels suppressed the real psyche in their teaching“ I demonstrated, using his endorsement of child labor as an example, that Marx’s belief in progress could lead to inhumane conclusions.[1] In the “Instructions for the Delegates of the Provisional Central Council” of the International Workingmen’s Association, written by Marx in 1866, it was stated:

“We regard the tendency of modern industry to enlist children and adolescents of both sexes in the great work of social production as a progressive, healthy, and justified tendency, although the manner in which this tendency is realized under the rule of capital is abhorrent.”[2]

As Marx knew and had documented himself on several occasions, every month of child labor cost thousands of children their health or their lives. Nevertheless, as late as 1875, he still considered a “general ban on child labor” to be

“incompatible with the existence of large-scale industry and therefore nothing more than a pious wish. Its implementation—if possible—would be reactionary, since, with strict regulation of working hours according to different age groups and other precautionary measures to protect children, the early combination of productive work with education is one of the most powerful means of transforming today’s society.”[3]

Marx must have known how futile adequate child protection was in the capitalism of 1875, especially within “large-scale industry.” Yet he gave priority to the future social transformation he hoped for over the real child poverty of his time.

The fact that a fundamental stance on the part of Marx and Engels came into play here is evident in their treatment of other, no less controversial topics. Weiterlesen

Ohne Sklaverei kein Sozialismus, Krieg als große Gesamtaufgabe. Ergänzung zu meiner Marx-Kritik

von Andreas Peglau

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In „Menschen als Marionetten? Wie Marx und Engels die reale Psyche in ihrer Lehre verdrängten“ habe ich anhand seiner Befürwortung von Kinderarbeit belegt, dass Marx‘ Fortschrittsglaube zu inhumanen Schlüssen führen konnte.[1] In den 1866 von Marx verfassten „Instruktionen für die Delegierten des Provisorischen Zentralrats“ der Internationalen Arbeiterassoziation hatte es geheißen:

„Wir betrachten die Tendenz der modernen Industrie, Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts zur Mitwirkung an dem großen Werk der gesellschaftlichen Produktion heranzuziehen, als eine fortschrittliche, gesunde und berechtigte Tendenz, obgleich die Art und Weise, auf welche diese Tendenz unter der Kapitalherrschaft verwirklicht wird, eine abscheuliche ist.“[2]

Wie Marx wusste und mehrfach selbst dokumentiert hatte, kostete jeder Monat Kinderarbeit tausende Kinder Gesundheit oder Leben. Dennoch hielt er 1875 noch immer ein „Allgemeines Verbot der Kinderarbeit“ für

„unverträglich mit der Existenz der großen Industrie und daher leerer frommer Wunsch. Durchführung desselben – wenn möglich – wäre reaktionär, da, bei strenger Regelung der Arbeitszeit nach den verschiednen Altersstufen und sonstigen Vorsichtsmaßregeln zum Schutz der Kinder, frühzeitige Verbindung produktiver Arbeit mit Unterricht eines der mächtigsten Umwandlungsmittel der heutigen Gesellschaft ist“.[3]

Wie chancenlos im Kapitalismus des Jahres 1875 angemessener Kinderschutz war, erst recht innerhalb der „großen Industrie“, dürfte Marx gewusst haben. Doch der von ihm erhofften künftigen Gesellschaftsumwandlung räumte er Priorität ein gegenüber dem realem Kinderelend seiner Zeit.

Dass hier eine grundsätzliche Haltung von Marx und Engels zum Tragen kam, zeigt sich an ihrem Umgang mit anderen, nicht weniger brisanten Themen. Weiterlesen

Concepts of Human Beings as a Basis for Social Change

Lecture by Andreas Peglau

 

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What is a concept of human beings?

Something that everyone carries within themselves—often more unconsciously than consciously.

It is the sum of assumptions about what people are generally like, what characteristics they share, and what can therefore be expected, hoped for, or feared from them.

A central question here is:

 

Are people good—or evil?

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Menschenbilder als Grundlage gesellschaftlicher Veränderungen

von Andreas Peglau[1]

 

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Was ist das: ein Menschenbild?

Etwas, das jeder und jede in sich trägt – oftmals eher unbewusst als bewusst.
Es ist die Summe von Annahmen darüber, wie Menschen im Allgemeinen sind, welche Eigenschaften sie verbinden, was daher von ihnen zu erwarten, zu erhoffen, zu befürchten ist.
Eine dabei zentrale Frage lautet:

Sind Menschen gut – oder böse?

Dazu gibt es vier Grundpositionen, die sich vereinfacht so darstellen lassen: Weiterlesen