von Andreas Peglau
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In „Menschen als Marionetten? Wie Marx und Engels die reale Psyche in ihrer Lehre verdrängten“ habe ich anhand seiner Befürwortung von Kinderarbeit belegt, dass Marx‘ Fortschrittsglaube zu inhumanen Schlüssen führen konnte.[1] In den 1866 von Marx verfassten „Instruktionen für die Delegierten des Provisorischen Zentralrats“ der Internationalen Arbeiterassoziation hatte es geheißen:
„Wir betrachten die Tendenz der modernen Industrie, Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts zur Mitwirkung an dem großen Werk der gesellschaftlichen Produktion heranzuziehen, als eine fortschrittliche, gesunde und berechtigte Tendenz, obgleich die Art und Weise, auf welche diese Tendenz unter der Kapitalherrschaft verwirklicht wird, eine abscheuliche ist.“[2]
Wie Marx wusste und mehrfach selbst dokumentiert hatte, kostete jeder Monat Kinderarbeit tausende Kinder Gesundheit oder Leben. Dennoch hielt er 1875 noch immer ein „Allgemeines Verbot der Kinderarbeit“ für
„unverträglich mit der Existenz der großen Industrie und daher leerer frommer Wunsch. Durchführung desselben – wenn möglich – wäre reaktionär, da, bei strenger Regelung der Arbeitszeit nach den verschiednen Altersstufen und sonstigen Vorsichtsmaßregeln zum Schutz der Kinder, frühzeitige Verbindung produktiver Arbeit mit Unterricht eines der mächtigsten Umwandlungsmittel der heutigen Gesellschaft ist“.[3]
Wie chancenlos im Kapitalismus des Jahres 1875 angemessener Kinderschutz war, erst recht innerhalb der „großen Industrie“, dürfte Marx gewusst haben. Doch der von ihm erhofften künftigen Gesellschaftsumwandlung räumte er Priorität ein gegenüber dem realem Kinderelend seiner Zeit.
Dass hier eine grundsätzliche Haltung von Marx und Engels zum Tragen kam, zeigt sich an ihrem Umgang mit anderen, nicht weniger brisanten Themen.
Am 28.12.1846 schrieb Marx dem russischen Publizisten Pawel Annenkow: „Die Freiheit und die Sklaverei bilden einen Antagonismus. […] Was die Sklaverei betrifft, so brauche ich nicht von ihren schlechten Seiten zu sprechen. Das einzige, das erklärt werden muß, ist die gute Seite der Sklaverei“. Damit meine er die „direkte Sklaverei […] der Schwarzen in Surinam, in Brasilien, in den Südstaaten Nordamerikas“. Diese sei
„der Angelpunkt unserer heutigen Industrie ebenso wie die Maschinen, der Kredit etc. Ohne Sklaverei keine Baumwolle; ohne Baumwolle keine moderne Industrie. Erst die Sklaverei hat den Kolonien ihren Wert gegeben, erst die Kolonien haben den Welthandel geschaffen, der Welthandel ist die notwendige Bedingung der maschinellen Großindustrie. So lieferten denn auch die Kolonien der Alten Welt vor dem Negerhandel nur sehr wenige Produkte und änderten das Antlitz der Welt nicht merklich. Mithin ist die Sklaverei eine ökonomische Kategorie von höchster Bedeutung. Ohne die Sklaverei würde Nordamerika, das vorgeschrittenste Land, sich in ein patriarchalisches Land verwandeln. Man streiche Nordamerika von der Weltkarte, und man hat die Anarchie, den völligen Verfall des Handels und der modernen Zivilisation. Doch die Sklaverei verschwinden lassen, hieße Amerika von der Weltkarte streichen“.[4]
1877 veröffentlichte Engels den „Anti-Dühring“ (Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft).[5] Über diese Schrift teilten die Herausgeber der Marx-Engels-Werke mit, dass Marx „unmittelbaren Anteil am Entstehen“ nahm und ein Kapitel beisteuerte, so dass „der ‚Anti-Dühring‘ von Anfang bis zum Ende den Standpunkt […] von Engels und Marx“ ausdrückte.[6]
Engels widmete sich hier ebenfalls dem Thema Sklaverei. Er ging dabei aus von einem lange zurück liegenden Zustand, wo ackerbauenden Familien „die Einfügung einer oder mehrerer fremden Arbeitskräfte“ erstmals möglich geworden sei:
„Aber das eigne Gemeinwesen und der Verband, dem es angehörte lieferte keine disponiblen, überschüssigen Arbeitskräfte. Der Krieg dagegen lieferte sie, und der Krieg war so alt wie die gleichzeitige Existenz mehrerer Gemeinschaftsgruppen nebeneinander. Bisher hatte man mit den Kriegsgefangenen nichts anzufangen gewußt, sie also einfach erschlagen, noch früher hatte man sie verspeist. Aber auf der jetzt erreichten Stufe der ‚Wirtschaftslage‘ erhielten sie einen Wert; man ließ sie also leben und machte sich ihre Arbeit dienstbar. […] Die Sklaverei war erfunden.“[7]
Laut Engels führte also „die gleichzeitige Existenz mehrerer Gemeinschaftsgruppen“ zu Kriegen – eine nach aktuellem Erkenntnisstand ebenso falsche Annahme[8] wie die über das ursprünglich grundsätzliche Töten oder gar Verspeisen von Kriegsgefangenen.[9]
Die Erfindung der Sklaverei ordnete Engels nun ein:
„Erst die Sklaverei machte die Teilung der Arbeit zwischen Ackerbau und Industrie auf größerm Maßstab möglich, und damit die Blüte der alten Welt, das Griechentum. Ohne Sklaverei kein griechischer Staat, keine griechische Kunst und Wissenschaft; ohne Sklaverei kein Römerreich. Ohne die Grundlage des Griechentums und des Römerreichs aber auch kein modernes Europa. Wir sollten nie vergessen, daß unsere ganze ökonomische, politische und intellektuelle Entwicklung einen Zustand zur Voraussetzung hat, in dem die Sklaverei ebenso notwendig wie allgemein anerkannt war. In diesem Sinne sind wir berechtigt zu sagen: Ohne antike Sklaverei kein moderner Sozialismus.“[10]
Später heißt es, wer „über das Griechentum die Nase rümpft, weil es auf Sklaverei begründet war,“ könne „den Griechen mit demselben Recht den Vorwurf machen, daß sie keine Dampfmaschinen und elektrischen Telegraphen hatten“.[11]
Zu erwartender Entrüstung ob dieser Betrachtungsweise entgegnete Engels:
„Es ist sehr wohlfeil, über Sklaverei und dergleichen in allgemeinen Redensarten loszuziehn und einen hohen sittlichen Zorn über dergleichen Schändlichkeit auszugießen. Leider spricht man damit weiter nichts aus als das, was jedermann weiß, nämlich daß diese antiken Einrichtungen unsern heutigen Zuständen und unsern durch diese Zustände bestimmten Gefühlen nicht mehr entsprechen.“[12]
Abneigung gegen Sklavenhaltung als moderne Gefühlsduselei? Bereits der Marx und Engels gut bekannte, antike Philosoph Diogenes übte Kritik an der Sklaverei.[13]
Dürften nicht auch die Sklaven selbst schon immer ausgeprägt negative Gefühle gegenüber ihrem Versklavt-Sein gehabt haben? Doch auch das guckte sich Engels schön:
„Selbst für die Sklaven war dies ein Fortschritt; die Kriegsgefangnen, aus denen die Masse der Sklaven sich rekrutierte, behielten jetzt wenigstens das Leben, statt daß sie früher gemordet oder noch früher gar gebraten wurden.“[14]
Sklaverei als für alle Beteiligten bestmögliche Lösung.
Dass ohne das Vorangegangene das Gegenwärtige anders aussehen würde oder gar nicht eingetreten wäre, ist wiederum eine Plattitüde. Daraus zu schließen, alles Vorangegangene sei notwendig so gewesen, ist dagegen einfach Unsinn. Oder Glauben an göttliche Vorherbestimmtheit. Bei Marx und Engels war es der Glaube an gottähnlich agierende „ökonomische Naturgesetze“.[15]
Engels führte seine Argumentation weiter:
„Wir erfahren damit aber kein Wort darüber, wie diese Einrichtungen entstanden sind, warum sie bestanden und welche Rolle sie in der Geschichte gespielt haben. Und wenn wir hierauf eingehn, so müssen wir sagen, so widerspruchsvoll und so ketzerisch das auch klingen mag, daß die Einführung der Sklaverei unter den damaligen Umständen ein großer Fortschritt war.“[16]
Die Rechnung, die Engels und Marx aufmachten, war immer dieselbe: Alles, was in der Menschheitsgeschichte geschieht und geschah, sei von den ökonomischen Gesetzen bestimmt, welche Marx als erster erkannt habe. Diese Gesetze bewirkten ein zwangsläufiges gesellschaftliches Voranschreiten, das letztlich zum Sozialismus tendiere. Daher sei alles, was dieses Voranschreiten ermögliche oder erleichtere (sowie die Thesen von Marx und Engels bestätigte), zu begrüßen.
Dass dieser Art „Fortschritt” Millionen Menschen zum Opfer fielen, erschien ihnen offenbar nicht nur unvermeidbar sondern auch zweitrangig.[17]
Diese Sichtweise zeigte sich ebenfalls in ihrer Bewertung von Kriegen.[18]
1846 überfiel die USA Mexiko, annektierte fast die Hälfte des Landes, darunter Texas, Neukalifornien und Neumexiko. Auf Seiten Mexikos gab es tausende Tote[19] – was 1848 bekannt gewesen sein muss, als sich Engels, wohl auch im Namen von Marx, zu diesem Überfall äußerte:
„In Amerika haben wir der Eroberung Mexikos zugesehen und uns darüber gefreut. Es ist auch ein Fortschritt, daß ein Land, welches sich bisher ausschließlich mit sich selbst beschäftigte, durch ewige Bürgerkriege zerrissen und an aller Entwicklung verhindert war, ein Land, dem höchstens bevorstand, in das industrielle Vasallentum Englands zu geraten – daß ein solches Land mit Gewalt in die geschichtliche Bewegung hineingerissen wird. Es ist im Interesse seiner eignen Entwicklung, daß es in Zukunft unter die Vormundschaft der Vereinigten Staaten gestellt wird. Es ist im Interesse der Entwicklung von ganz Amerika, daß die Vereinigten Staaten durch den Besitz Kaliforniens die Herrschaft auf dem Stillen Meer erhalten.“[20]
Natürlich können Kriege auch zu etwas führen, das sich als positiv einordnen lässt. Aber ich käme nicht auf die Idee, zu sagen, der Zweite Weltkrieg hatte die gute Seite, dass anschließend die UNO gegründet wurde. Oder mich über den Überfall Hitler-Deutschlands auf die UdSSR 1941, dem letztendlich 27 Millionen Sowjetbürger zum Opfer fielen, im Nachhinein zu freuen, weil er ja zur Zerstörung des Nazi-Imperiums führte.
Wird einem Mann der Kopf abgeschlagen, muss er sich nicht mehr rasieren. Das ist zutreffend – aber kein Grund, das Gesamtgeschehen als erfreulich einzuordnen.
Ich will fünf Marx-Zitate anfügen, welche die Sicht von Marx auf Krieg und Frieden zusätzlich illustrieren.[21] Die letzten beiden entstammen Band 1 des Kapital, die drei ersteren den 1858 beendeten, posthum veröffentlichten Grundrissen der Kritik der politischen Ökonomie. Marx notierte diese zwar nur als teils skizzenhaften „Rohentwurf“ zum persönlichen Gebrauch. Dennoch werfen sie ein Schlaglicht auf seine Gedankengänge.
„Krieg früher ausgebildet wie Frieden [sic].“[22]
„Der Krieg ist daher die große Gesamtaufgabe [!], die große gemeinschaftliche Arbeit, die erheischt ist, sei es um die objektiven Bedingungen des lebendigen Daseins zu okkupieren, sei es um die Okkupation derselben zu beschützen und zu verewigen. Die aus Familien bestehende Gemeinde daher zunächst kriegerisch organisiert.“[23]
„Der Jagdgrund so bei den wilden Indianerstämmen in Amerika; der Stamm betrachtet eine gewisse Region als sein Jagdgebiet und behauptet es gewaltsam gegen andre Stämme oder sucht andre Stämme aus dem von ihnen behaupteten zu vertreiben. […] Die einzige Schranke, die das Gemeinwesen finden kann in seinem Verhalten zu den natürlichen Produktionsbedingungen – der Erde – […] als den seinen, ist ein andres Gemeinwesen, das sie schon […] in Anspruch nimmt. Der Krieg ist daher eine der ursprünglichsten Arbeiten jedes dieser naturwüchsigen Gemeinwesen, sowohl zur Behauptung des Eigentums als zum Neuerwerb desselben.“[24]
„Linguet[25] […] hat vielleicht nicht unrecht, wenn er die Jagd für die erste Form der Kooperation und Menschenjagd (Krieg) für eine der ersten Formen der Jagd erklärt.“[26]
„In der wirklichen Geschichte spielen bekanntlich Eroberung, Unterjochung, Raubmord, kurz Gewalt die große Rolle.“[27]
In dem 2020 erschienenen Artikel „Das Ende des Bellizismus. Krieg und Frieden im Werk von Friedrich Engels“[28] resümiert der Politikwissenschaftler Georg Fülberth:
„Die längste Zeit ihres politischen Lebens sind Karl Marx und Friedrich Engels das gewesen, was man heute wohl ‚Bellizisten‘ nennen würde. Wie fast alle ihre Zeitgenossen folgten sie dem Denken des preußischen Militärtheoretikers Carl von Clausewitz, wonach der Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln sei. Diese galten als beherrschbar, der Krieg deshalb als führbar.
1848/49 forderten Marx und Engels einen deutschen Volkskrieg gegen den russischen Zaren. Er war in ihren Augen der Rückhalt aller reaktionären Regimes und – nach der Niederwerfung des aufständischen Ungarn durch seine Armee – der Schlächter der Revolution. Der britischen Regierung warf Engels vor, dass sie den Krimkrieg (1853-1856) nicht bis zur endgültigen Niederlage Russlands führte – aus Sorge um das europäische Gleichgewicht und aus Furcht vor revolutionären Konsequenzen. Einen ähnlichen Vorwurf machte er lange Zeit den Nordstaaten im US-amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865).“
Versteht man unter „Bellizisten“ Menschen, die Kriege verherrlichen, trifft das nicht zu auf Marx und Engels. Ist stattdessen gemeint, Krieg als legitimes Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele zu betrachten, hat Fülberth recht: Engels wie auch Marx befürworteten kriegerische Auseinandersetzungen, von denen sie annahmen, dass sie gesellschaftlichen Fortschritt mit sich brächten.
Fülberth weist darauf hin, dass der alte Engels auch zu der Erkenntnis gelangte,
„dass das Zeitalter der begrenzten und insofern führbaren militärischen Auseinandersetzungen vorbei war. Jetzt eröffnete sich die Perspektive eines grauenhaften Weltkriegs. Im März 1889 schrieb Engels an Paul Lafargue, einen Schwiegersohn von Karl Marx: ‚Was einen Krieg betrifft, so ist er für mich die schrecklichste aller Möglichkeiten. […] ein Krieg, in dem es zehn bis 15 Millionen Kämpfende geben wird, der, allein um sie zu ernähren, eine noch nie dagewesene Verwüstung mit sich bringen wird; ein Krieg, der eine verstärkte und allgemeine Unterdrückung unserer Bewegung, eine Verschärfung des Chauvinismus in allen Ländern und schließlich eine Schwächung mit sich bringen wird, […] eine Periode der Reaktion als Folge der Erschöpfung aller ausgebluteten Völker – und alles dies gegen die geringe Chance, daß aus diesem erbitterten Krieg eine Revolution hervorgeht – das entsetzt mich.‘“
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Anmerkungen und Quellen
[1] https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/menschen-als-marionetten-teil-8-von-immanuel-kant-bis-kinderarbeit/
[2] Marx-Engels-Werke (MEW), Bd. 16, S. 193.
[3] MEW, Bd. 19, S. 32.
[4] MEW, Bd. 27, S. 458.
[5] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Herrn_Eugen_D%C3%BChrings_Umw%C3%A4lzung_der_Wissenschaft
[6] MEW 20, S. VII.
[7] Anti-Dühring-Zitate aus MEW 20, S. 167–169.
[8] Siehe Graeber, D./ Wengrow, D. (2022): Anfänge. Eine neue Geschichte der Menschheit. Stuttgart; https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/wir-sind-keine-geborenen-krieger-zu-psychosozialen-voraussetzungen-von-friedfertigkeit-und-kriegstuechtigkeit/.
[9] Engels gibt dazu keine Quellen an, dürfte sich aber auch hier auf den, im Vorwort von 1885 erwähnten L. H. Morgan bezogen haben, der Kannibalismus für die „barbarische“ Phase annahm (siehe https://www.marxists.org/reference/archive/morgan-lewis/ancient-society/ch02.htm). Darüber hinaus malten zeitgenössische Berichte über Reisen in die „Neue Welt“ von chauvinistischen Stereotypen über die „primitiven Wilden“ geprägte Bilder (Peter-Röcher, H.: Kannibalismus in der prähistorischen Forschung. Studien zu einer paradigmatischen Deutung und ihren Grundlagen, Bonn 1994, S. 158–212). Heidi Peter-Röcher fand jedoch in den Quellen „aus prähistorischer, antiker, mittelalterlicher und Neuzeit […] keine überzeugenden, unzweifelhaften Hinweise […], die den Schluß zulassen würden, Kannibalismus hätte als gesellschaftlich akzeptierter und praktizierter Brauch je existiert“ (ebd., S. 213). Graeber und Wengrow (wie Fn 8, S. 207–233) belegen ausführlich, dass im vorkolonialen Amerika Sklavenhaltung nur regional existierte und sehr unterschiedlich gehandhabt wurde.
[10] Wie Fn 7.
[11] Ebd., hier gemünzt auf Dühring.
[12] Ebd.
[13] https://en-wikipedia-org.translate.goog/wiki/Diogenes_or_on_Servants?_x_tr_sl=en&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=rq.
[14] Wie Fn 7.
[15] Siehe https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/menschen-als-marionetten-teil-6-fremde-wesen-seelische-zustaende-und-soziale-naturgesetze/
[16] Wie Fn 7.
[17] Wie oder ob Marx das vereinbarte mit dem „kategorischen Imperativ”, den er als 25-jähriger formuliert hatte, „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen“ ist, konnte ich nicht herausfinden.
[18] Zur ihrer widersprüchlichen Haltung zum deutsch-französischen Krieg von 1870/71 siehe: https://marx-engels-revisited.de/2022/07/28/marx-und-engels-und-der-deutsch-franzoesische-krieg-von-1870-71/ Dass wir Engels und Marx zugleich neuartige und wesentliche Erkenntnisse über Ursachen von Kriegen, speziell im Kapitalismus, verdanken, ist davon unbenommen. Zu Engels militärischem Wissen und Denken: https://das-blaettchen.de/2017/11/der-general-friedrich-engels-41901.html.
[19] Ihre Zahl wird heute auf 25.000 geschätzt (https://en.wikipedia.org/wiki/Mexican%E2%80%93American_War).
[20] MEW, Bd. 4, S. 501. Dazu hielten die Herausgeber dieses MEW-Bandes eine Fußnote für nötig: „Marx und Engels änderten später – auf Grund eingehenden Studiums der Geschichte der USA-Aggression gegen Mexiko und andere Länder des amerikanischen Kontinents – ihre hier über dieses Ereignis getroffene Einschätzung. So kennzeichnete Marx im Jahre 1861 in seinem Aufsatz ‚Der nordamerikanische Bürgerkrieg‘ die Politik der herrschenden Klassen der USA gegenüber den lateinamerikanischen Ländern als eine Eroberungspolitik, deren offenes Ziel die Aneignung neuer Gebiete für die Ausbreitung der Sklaverei und der Herrschaft der Sklavenhalter war.“ Das suggeriert jedoch zu Unrecht, Marx hätte dort diese Annexion verurteilt oder er und Engels wären von ihren früheren Beurteilungen abgerückt: Sie haben sie jedoch nur erweitert (siehe MEW Bd. 15, S. 329-338).
[21] Die jeweiligen Zusammenhänge, in die sie eingebettet sind, lassen sich leicht recherchieren, da die Marx-Engels-Werke im Internet stehen.
[22] Dazu, wie realitätsfern diese Sicht ist: https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/wir-sind-keine-geborenen-krieger-zu-psychosozialen-voraussetzungen-von-friedfertigkeit-und-kriegstuechtigkeit/. 6 Millionen Jahren Menschwerdung oder 300.000 Jahren Homo-sapiens-Existenz stehen die letzten 7.000 Jahre entgegen, für die es erstmals Belege für Kriege gibt. Quelle des Marx-Zitates: Einleitung zu den Grundrissen, MEW 42, S. 43.
[23] Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, MEW 42, S. 386. Mehr dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Grundrisse_der_Kritik_der_politischen_%C3%96konomie
[24] Ebd., S. 399.
[25] https://de.wikipedia.org/wiki/Simon_Nicolas_Henri_Linguet
[26] Das Kapital I, MEW 23, S. 353, Fn 23a.
[27] Ebd., S. 742.
[28] https://www.nd-aktuell.de/artikel/1145026.krieg-und-frieden-das-ende-des-bellizismus.html
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Bitte zitieren als Andreas Peglau (2026): Ohne Sklaverei kein Sozialismus, Krieg als große Gesamtaufgabe. Ergänzung zu meiner Marx-Kritik (https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/ohne-sklaverei-kein-sozialismus-krieg-als-grosse-gesamtaufgabe-ergaenzung-zu-meiner-marx-kritik/)
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