Autorenarchiv: AndreasPeglau

Über AndreasPeglau

1957 geboren in Berlin/ DDR, Dr. rer. medic., Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut und Psychoanalytiker in eigener Praxis.

No socialism without slavery, war as a great communal work. Addendum to my critique of Marx

Expanded version of 29 July 2026

by Andreas Peglau

 

 

Download of the expanded version as pdf.

(Download of th earlier version)

 

*

Child Misery Under Capitalism

In “People as Puppets? How Marx and Engels Suppressed the Real Psyche in Their Teaching”, I explained why, in my view, no adequate solutions to the current national and international crises can be found in the theory of Karl Marx and Friedrich Engels. There, I also demonstrated—using his endorsement of child labor as an example—that Marx’s belief in progress could lead to inhumane conclusions.[1] I would like to build on that.

In the “Instructions for the Delegates of the Provisional Central Council” of the International Workingmen’s Association, written by Marx in 1866, it stated:

“We regard the tendency of modern industry to enlist children and adolescents of both sexes in the great work of social production as a progressive, healthy, and justified tendency, although the manner in which this tendency is realized under the rule of capital is an abominable one.”[2]

As Marx knew and documented on numerous occasions, every month child labor claimed the health or lives of thousands of children. In Capital as well, he cited a report on the fate of “many thousands of these small, helpless creatures” who had previously been torn from their parents’ care:

“Overseers were appointed to supervise their work. It was in the interest of these slave drivers to work the children to the utmost […]. They were driven to their deaths by excessive labor … they were whipped, chained, and tortured with the most exquisite refinement of cruelty; in many cases they were starved to the bone while the whip kept them at work … Yes, in some cases they were driven to suicide! … The beautiful and romantic valleys of Derbyshire, Nottinghamshire, and Lancashire, hidden from public view, became grim wastelands of torture and—often of murder! … The manufacturers’ profits were enormous.”[3]

Nevertheless, in 1875 Marx still considered a “general ban on child labor” to be

“incompatible with the existence of large-scale industry and therefore nothing more than a pious wish. Implementing such a ban—if even possible—would be reactionary, since, with strict regulation of working hours according to different age groups and other precautionary measures to protect children, the early combination of productive work with education is one of the most powerful agents of transformation in today’s society.”[4]

Marx must have known how futile adequate child protection was in the capitalism of 1875, especially within “large-scale industry.” Yet he gave priority to the future social transformation he hoped for over the real misery of children in his own time. Weiterlesen →

Concepts of Human Beings as a Basis for Social Change

Lecture by Andreas Peglau

 

Download as pdf.

*

 

What is a concept of human beings?

Something that everyone carries within themselves—often more unconsciously than consciously.

It is the sum of assumptions about what people are generally like, what characteristics they share, and what can therefore be expected, hoped for, or feared from them.

A central question here is:

 

Are people good—or evil?

Weiterlesen →

Menschenbilder als Grundlage gesellschaftlicher Veränderungen

von Andreas Peglau[1]

 

Herunterladen als pdf

 

*

Was ist das: ein Menschenbild?

Etwas, das jeder und jede in sich trägt – oftmals eher unbewusst als bewusst.
Es ist die Summe von Annahmen darüber, wie Menschen im Allgemeinen sind, welche Eigenschaften sie verbinden, was daher von ihnen zu erwarten, zu erhoffen, zu befürchten ist.
Eine dabei zentrale Frage lautet:

Sind Menschen gut – oder böse?

Dazu gibt es vier Grundpositionen, die sich vereinfacht so darstellen lassen: Weiterlesen →

Die psychosoziale Revolution. Tarek Al-Ubaidi im Gespräch mit Andreas Peglau

Freitag, 15. Mai 2026, 19:00 bis 21 Uhr.
Im CROPfm-Archive anhören; https://cropfm.at/archive/show/psychosozial

https://cropfm.at/images/570-Psychosoziale-Revolution-750.jpg

Illustratiion: Matthias Töpfer, https://atelier-toepfer.de/

 

Wenn wir, wie sich nicht nur augenscheinlich, sondern letztlich auch wissenschaftlich belegen lässt, als sensible, mitfühlende, liebevolle, liebenswerte, neugierige, kreative und nicht zuletzt auch prosoziale Wesen auf die Welt kommen, wieso sieht die Welt dann so aus, wie sie es gerade tut?

 

Andreas Peglau ist überzeugt, dass die Gesellschaft nicht nur durch ökonomische Bedingungen geformt wird, sondern auch der psychische Zustand der einzelnen Individuen unser Zusammenleben maßgeblich prägt. Er fordert eine Psychosoziale Revolution, die auch politisch-ökonomische Umwälzungen enthält.

 

 

Lasst uns keine Marionetten sein! Plädoyer für Selbstbestimmtheit, Friedensfähigkeit und eine realisierbare Zukunftsvision

von Andreas Peglau

 

Die Beiträge aus dem zuvor hier herunterladbaren Text habe am 15.9.26 in in zwei neu zusammengestellte Textsammlungen integriert.

Sie sind hier Bausteine für eine bessere Gesellschaft, Teil 1: 

und hier Bausteine für eine bessere Gesellschaft, Teil 2. Menschenbilder als Grundlage. Anleihen bei Anthropologie, Archäologie, Psychoanalyse, Reich, Fromm, Goethe – und Open AI.

zu finden.

 

——————————————————————————————

 

Wer stattdessen die frühere Variante herunterladen möchte, kann das hier tun:

Lesen und herunterladen des gesamten Textes (145 Seiten) als pdf

 

 

 

 

NuoFlix-Gespräche 2025/26 mit Robert Stein, Henning Rosenbusch, Hans-Joachim Maaz und anderen

Gespräch mit Robert Stein, Henning Rosenbusch und Andreas Peglau, 14. März 2026 (1h, 37 min)

In dieser Ausgabe von Home Office schauen wir auf einen Mann, der eigentlich als Friedenspräsident gestartet ist – und nun mit erstaunlich viel Kriegsrhetorik von sich reden macht: Mr. „Boombastic“ höchstpersönlich. Anlass ist die neue Eskalation rund um den Iran und die Frage, was das politisch – und psychologisch – mit uns allen macht. (1 h, 37 min)

Weiterlesen →

DDR 2.0? Braucht die Friedensbewegung eine Zukunftsvision?

von Andreas Peglau

Vortrag, gehalten am 28. März 2026 im Brigitte-Reimann-Literaturhaus Neubrandenburg[1]

 


Text als pdf herunterladen.

 

*

Was ich Ihnen heute anbieten kann, ist kein wissenschaftlicher Draufblick, sondern eine Mischung aus Fakten, persönlichen Erlebnissen und subjektiven Bewertungen.
Ich nehme an, dass die meisten von Ihnen ebenfalls Wurzeln in der DDR haben. Mir ist bewusst, dass sich damit für Sie ganz andere Erfahrungen verbinden können als für mich. Wahrscheinlich werden Sie deshalb auch nicht allem beipflichten, was ich erzähle, manches vielleicht nicht nur anders wissen, sondern auch besser. Für den Abgleich unserer Sichtweisen können wir dann ja die Diskussion nutzen.

Es ist mir nicht leichtgefallen, das aufzuschreiben, was ich Ihnen nun vorlesen will. Ich habe schon im Dezember begonnen, darüber nachzudenken – und noch gestern an meinem Text gefeilt. Einmal mehr habe ich gemerkt: Ich bin nicht fertig mit der DDR, nicht im Guten, nicht im Schlechten.[2] Weiterlesen →

GDR 2.0? Does the Peace Movement Need a Vision for the Future?

by Andreas Peglau

Lecture delivered on March 28, 2026, at the Brigitte Reimann Literature House in Neubrandenburg[1]

 

Download as pdf

 

*

What I can offer you today is not an academic overview, but rather a mix of facts, personal experiences, and subjective assessments.

I assume that most of you also have roots in the GDR. I am aware that this may evoke very different experiences for you than it does for me. That is probably why you will not agree with everything I say; you may know some things not only differently, but also better. We can then use the discussion to compare our perspectives.

It was not easy for me to write down what I am about to read to you. I began thinking about this back in December—and was still polishing my text just yesterday. Once again, I realized: I am not done with the GDR, neither in a good way nor in a bad way.[2] Weiterlesen →

Menschen sind KEINE Marionetten! Eine Utopie, die über Karl Marx hinausgeht – und deren Verwirklichung heute Abend beginnen kann

von Andreas Peglau

Text als pdf herunterladen

 

Wenn wir mit guten Anlagen auf die Welt kommen, müssen wir nur eines tun: dafür sorgen, dass sich diese Anlagen entfalten. Dann werden wir unweigerlich ein diesen Anlagen gemäßes – also ebenfalls gutes – Gemeinwesen errichten. Wer und was sollten uns dann noch daran hindern?

*

Es gibt, trotz all ihrer Defizite, keine umfassendere und gründlicher ausgearbeitete Gesellschaftsauffassung als die auf Friedrich Engels und Karl Marx zurückgehende. Sie enthält den detaillierten Nachweis, dass Ausbeuterordnungen wie die kapitalistische zutiefst ungerecht, inhuman und notwendigerweise undemokratisch sind. Seit um 1990 das von der Sowjetunion geführte sozialistische Weltsystem zu Grabe getragen wurde, gelten „linke“, nichtkapitalistische Gesellschaftsentwürfe dennoch zumeist als erledigt. Mein Vorschlag ist, sie stattdessen ganzheitlich zu vervollständigen und grundlegend zu revidieren.

Davon, wie eine bessere Gesellschaft zu erlangen und zu gestalten sei, hatten Marx und Engels nur recht allgemeine, unausgegorene Vorstellungen. Im Glauben an ein vermeintliches Primat der Ökonomie bekämpften sie jede davon abweichende Sichtweise. Während ihre Lehre immer „ökonomistischer“ wurde, verschwand in ihr das, was das Wesenhafteste am Menschen ist: die Psyche.
In dem Beitrag Menschen als Marionetten? Wie Marx und Engels die reale Psyche in ihrer Lehre verdrängten,[1] habe ich diesen Sachverhalt 2024 ausführlich dargelegt. Im nun vorliegenden Text nehme ich den Faden noch einmal auf: Wie kommen wir zu einer menschenwürdigen Gesellschaftsordnung? Weiterlesen →