Karl Fallend, Autor von Wilhelm Reich in Wien. Psychoanalyse und Politik (1988), wies mich am 5.7.2016 auf Texte in der sozialdemokratischen Arbeiter-Zeitung hin, die in Reaktion auf den Übertritt der „Revolutionären Sozialdemokraten“ erschienen sind. Weiterlesen
Schlagwort-Archiv: Wilhelm Reich
Ein Kommunist als „revolutionärer Sozialdemokrat“. Ergänzungen und Korrekturen zur Biografie Wilhelm Reichs
von Andreas Peglau[1]
Vorbemerkung
Seit einiger Zeit arbeite ich an der erweiterten dritten Auflage meines Buches Unpolitische Wissenschaft? Wilhelm Reich und die Psychoanalyse im Nationalsozialismus. Sie wird im März 2017, zu Reichs 120. Geburtstag erscheinen und eine Vielzahl neuer Fakten enthalten. Einige Entdeckungen will ich vorab bekannt machen: Archivfunde, u.a. in den Akten der Kommunistischen Internationale (Komintern),[2] ermöglichen die Neudatierung wesentlicher Details der Biografie Reichs sowie eine teilweise Umwertung seiner Rolle in der österreichischen „Linken“.
(Text als pdf-Dokument herunterladen: Peglau Reich – ein Kommunist als Revolutionärer Sozialdemokrat 2017)
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Wilhelm Reich und der „Einheitsverband“ in Düsseldorf
von Andreas Peglau
Klar war bislang schon, dass Düsseldorf und die Region Niederrhein eine wichtige Rolle spielten für die Sexualreformorganisation, an deren Entstehung und Leitung Wilhelm Reich beteiligt war. Bekannt war auch, dass Reich auf die Gründungskonferenz des ersten „Einheitsverbands für proletarische Sexualreform und Mutterschutz“ (EV), die am 2.5.1931 in Düsseldorf stattfand, wesentlichen Einfluss hatte (siehe hier). Dazu lässt sich nun einiges ergänzen.
Auf Wilhelm Reichs Spuren in Berlin. In Europa haben Aufnahmen für einen neuen Dokumentar-Film begonnen (2015)
von Andreas Peglau
Nachdem eine „Kickstarter“-Kampagne 187.002 Dollar, gespendet von 734 Unterstützern zusammengebracht hatte, konnten in diesem Jahr die Aufnahmen zu einem neuen Dokumentarfilm über Wilhelm Reich beginnen.
Die Angst vor dem Fremden. Ein Gespräch zwischen Tarek Al-Ubaidi und Andreas Peglau auf CROPfm
Das knapp achtzigminütige Gespräch wurde am 20.3.2015, zwischen 19 und 20.30 Uhr ausgestrahlt und ist nun abrufbar in der Archiv-Datenbank von CROPfm.
Suggestions for a Psychoanalysis of Europe’s Shift to the Right
Übersetzung von/ translation of: Anregungen zu einer Psychoanalyse des europäischen „Rechtsrucks“.
Psychoanalyse des europäischen „Rechtsrucks“. Gespräch zwischen Tarek Al-Ubaidi und Andreas Peglau bei CropFM
Das knapp zweistündige Gespräch wurde am 28.11.2014, zwischen 19 und 21 Uhr Uhr ausgestrahlt. Es ist nun nun abrufbar in der Archiv-Datenbank von CropFM .
War die „Sex-Pol“ eine Bewegung?
von Andreas Peglau
Zum besseren Verständnis dieses Textes empfiehlt es sich, vorab Die deutsche „Sex-Pol“ zu lesen.
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Noch bevor Reich 1939 vom norwegischen Exil ins US-amerikanische wechselte, war es zum endgültigen Scheitern dessen gekommen, was Reich »Sex-Pol-Bewegung« genannt hatte. Die Gründe dafür lagen wohl ebenso in den Schikanen norwegischer Behörden und den Diffamierungen durch verschiedene Medien und Wissenschaftler des Landes wie in internen Zwistigkeiten und elitären Vorstellungen Reichs. So wollte er nur durch ihn charakteranalytisch Geschulte als »Kerntruppe« der Bewegung gelten lassen. Bereits als Reich im Sommer 1937 das Arbeitsprogramm für das darauf folgende Jahr plante, fand die „Sex-Pol“ keine Erwähnung mehr.
Aber verdient das, was da zerfiel, wirklich den Titel „Bewegung“?
Die deutsche „Sexpol“: Massenorganisation oder »kleine Splittergruppe«? Zur Glaubwürdigkeit Wilhelm Reichs
von Andreas Peglau
Zum besseren Verständnis dieses Textes und dessen, was Reich „Sexpol“ nannte, empfiehlt es sich, vorab Die Einheitsverbände für proletarische Sexualreform und Mutterschutz zu lesen.
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Schon während seiner Lebenszeit war Reich das Opfer intensiver Verleumdungen. Aufgehört haben sie nie. Noch heute bestimmen sie hochgradig das über ihn verbreitete Bild. Weiterlesen
Schlangenbader Str. 87, 14197 Berlin: das Geburtshaus der Körperpsychotherapie
von Andreas Peglau
Im November 1930 zog Reich von Wien nach Berlin. Die deutschen Psychoanalytiker, schreibt er dazu, »waren in sozialen Fragen weit fortschrittlicher als die Wiener. Die Jugend atmete freier«. Er erhielt auch hier berufliche Anerkennung, wurde erneut Lehranalytiker, außerdem Mitglied der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG). Insbesondere der Kreis »linker« Analytiker um Otto Fenichel, zu dem auch Edith Jacobssohn und – zeitweise – Erich Fromm gehörten, ermöglichte ihm den Meinungsaustausch unter weitgehend Gleichgesinnten.
Reichs Ruf als potenzieller Querulant, der die Aufrechterhaltung des erwünschten psychoanalytischen Images gefährdete, war ihm freilich nach Berlin vorausgeeilt.
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