Schlagwortarchiv: Menschenbild

Menschen als Marionetten? Wie Marx und Engels die reale Psyche in ihrer Lehre verdrängten. Teil 4: Die Lage der arbeitenden Klasse, leere Köpfe und menschenschaffende Arbeit

von Andreas Peglau

Die Lage der arbeitenden Klasse

Nachdem Engels 21 Monate in Großbritannien die industrielle Entwicklung und ihre Folgen erkundet hatte, veröffentlichte er 1845 das Buch Die Lage der arbeitenden Klasse in England. Es enthält erschütternde Berichte über die Lebensumstände des englischen Proletariats. Weiterlesen →

Menschen als Marionetten? Wie Marx und Engels die reale Psyche in ihrer Lehre verdrängten. Teil 5: Was ist „Kapital“? / Das beseelte Ungeheuer

von Andreas Peglau

Was ist Kapital?

In Marx‘ gleichnamigen dreibändigen Werk findet sich keine Definition des titelgebenden Gegenstandes, sondern eine Vielzahl teils widersprüchlicher Aussagen dazu.[1]  Weiterlesen →

Menschen als Marionetten? Wie Marx und Engels die reale Psyche in ihrer Lehre verdrängten. Teil 6: Fremde Wesen, seelische Zustände und „soziale Naturgesetze“

von Andreas Peglau

Fremde Wesen

1843 schrieb Marx, das „Geld“ habe „die ganze Welt, die Menschheit wie die Natur, ihres eigentümlichen Wertes beraubt,“ „dies fremde Wesen beherrscht ihn, und er betet es an.“[1] Weiterlesen →

Menschen als Marionetten? Wie Marx und Engels die reale Psyche in ihrer Lehre verdrängten. Teil 7: Fragwürdige Vor- und Rückschau, Wunschdenken

von Andreas Peglau

Fragwürdige Vorausschau

Bei Wikipedia erfahren wir, dass eine „genaue, einheitliche und abschließende Definition des Begriffs“ Naturgesetz nicht existiert und dass mit diesem Wort „in Naturwissenschaften und Wissenschaftstheorie die orts- und zeitunabhängige und auf Naturkonstanten beruhende Regelmäßigkeit von Naturerscheinungen bezeichnet“ werden. Wegen letzterer Eigenschaften erlaubten Naturgesetze, „beobachtbare Ereignisse zu erklären und vorherzusagen“.[1] Von den Vorhersagen, die Marx und Engels machten, sind jedoch viele nicht eingetroffen, insbesondere was politische Umwälzungen betraf. Weiterlesen →

Menschen als Marionetten? Wie Marx und Engels die reale Psyche in ihrer Lehre verdrängten. Teil 8: Von Immanuel Kant bis Kinderarbeit

von Andreas Peglau

Hergestellte Unmündigkeit

1784 veröffentlichte der 60-jährige Philosoph Immanuel Kant seinen Aufsatz Zur Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? Kant beginnt mit einem Paukenschlag:

„AUFKLÄRUNG ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“[1]
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Menschen als Marionetten? Wie Marx und Engels die reale Psyche in ihrer Lehre verdrängten. Teil 9: Vulgärpsychologie, halbherzige Abschwächungen und Bilanz

von Andreas Peglau

Vulgärpsychologie

In seiner 1933 erschienenen Massenpsychologie des Faschismus setzte sich Wilhelm Reich mit dem „Vulgärmarxismus“ auseinander – den er als Gegensatz zur Lehre von Marx und Engels verstand. Vulgärmarxisten trennten, so Reich, „schematisch das gesellschaftliche, meist das wirtschaftliche Sein vom Sein überhaupt ab“,[1] behaupteten, Ideologie und Bewusstsein wären „durch das wirtschaftliche Sein allein und unmittelbar bestimmt“,[2] negierten die Beschäftigung mit Trieben, Bedürfnissen, seelischen Prozessen als idealistisch. Weiterlesen →

Menschen als Marionetten? Teil 10: Alternative Gedankenwege – eine Diskussionsanregung

von Andreas Peglau

Was sich ergeben hätte, wenn Marx und Engels um 1844 ihre Weichen anders gestellt, wenn sie die Psyche auf angemessene Weise einbezogen hätten, lässt sich nicht rekonstruieren. Aber ich will wenigstens bei einigen ihrer Annahmen durchspielen, was passiert, wenn ich diese mit dem konfrontiere, was mir heute als ausreichend gesichertes Wissen erscheint.
Wie anfangs mitgeteilt, gehe ich davon aus, dass wir mit dem Potential auf die Welt kommen, soziale, liebenswerte, liebesfähige und liebesbedürftige, kontaktfreudige, wissbegierige, kreative Wesen zu sein. Das ist kein Wunschdenken von mir, sondern inzwischen vielfach wissenschaftlich belegt.[1]
Vielleicht nehmen andere meine Fäden auf und spinnen sie weiter, in ihrer Weise, individuell und selbstbewusst, im Sinne von Max Stirner und nach Kants Motto: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Weiterlesen →

Menschenbilder: gut geboren, böse gemacht 

von Andreas Peglau[1]

 

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Jeder und jede von uns hat – zumindest unbewusst – ein Menschenbild: Annahmen darüber, wie Menschen im allgemeinen sind, gut oder böse, lern- und veränderungsfähig oder nicht, zuverlässig oder unzuverlässig, faul oder fleißig, unter welchen Umständen sie sich wohlfühlen, wie sie in einer bestimmten Situation reagieren, was sie glücklich, traurig oder wütend macht, was sie antreibt, wodurch sie beeinflusst werden können usw. Je nach dem, was wir diesbezüglich für zutreffend halten, beurteilen wir auch, welche Ursachen und Abhilfemöglichkeiten es für negative soziale Entwicklungen gibt – wie die rechtsextremistischen. Weiterlesen →

Alexander Neills SUMMERHILL-Projekt. Hörbuch kostenlos herunterladen und anhören

Dresden-Hellerau, Festspielhaus. In diesem Gebäude startete A.S. Neill 1921 sein Schulprojekt (Foto: Gudrun Peters)

Alexander Sutherland Neill wurde 1883 geboren. Zwei Jahre nachdem er in Dresden-Hellerau sein erstes Schulprojekt ins Leben gerufen hatte, erfolgte 1923 eine Neugründung in Südengland, in einem Haus, das den schönen Namen „Summerhill“ trug: Sommerhügel.
Diesen Namen nutzte Neill dann auch beim endgültigen Umzug nach Suffolk.
1973 ist Neill gestorben, kurz vor seinem 90. Geburtstag.

Das Summerhill-Projekt, inzwischen geleitet von Neills Tochter Zoё Neill Readhead, ist noch immer sehr lebendig. Es steht für:

– die freie Entfaltung von Kindern,
– ein nicht-autoritäres Erziehungs- und Bildungskonzept mit Schüler-Selbstregierung,
– das uns angeborene Potential, liebevolle und friedfertige Wesen sein zu können und sein zu wollen.

Gerade Letzteres kann in einer Zeit, in der diverse politische Akteure und Medien wieder einmal „zu den Waffen!“ rufen, gar nicht intensiv genug betont werden. Weiterlesen →